Schulprogramm der Bodelschwingh-Grundschule

 

Stand: August 2016

 

Inhaltsverzeichnis

A Rahmenbedingungen der Bodelschwingh-Grundschule

1. Die Geschichte der Bodelschwingh-Grundschule

2. Schulbeginn

3. Offene Ganztagsschule (OGS)

4. Gemeinsames Lernen (GL)

4.1 Grundlegende Informationen

4.2  Derzeitige Voraussetzungen des Gemeinsamen Lernens

4.2.1 Personelle Ressourcen

4.2.2 Räumliche Ressourcen

4.2.3 Mediale Ressourcen

4.3 Organisation des Gemeinsamen Lernens

4.3.1 Teamteaching

4.3.2 Kleingruppenförderung

4.4 Förderkonzepte im Rahmen des Gemeinsamen Lernens

4.5 Sprachförderkonzept

5. Übergänge

5.1 Kindergarten – Grundschule

5.1.1 Anmeldewoche

5.1.2 Schulärztliche Untersuchung

5.1.3 Informationsveranstaltung

5.1.4 Hospitationen der Lehrerinnen im Kindergarten und der Kindergartenkinder im 1. Jahrgang 

5.1.5 Schnupperstunde

5.1.6 Einschulung

5.1.7 Schulanfängerkonferenz

5.2 Vierter Jahrgang – Weiterführende Schulen

5.3 Schuleingangsphase

5.3.1 Pädagogisches Konzept

6. Unsere Kooperation im Bildungsnetzwerk Mengede

6.1 Informationen zu dem Bildungsnetzwerk

6.2 Einführung des Bildungspasses ab dem Jahrgang 3

6.3 Kooperation im Übergang

7. Regeln und Rituale

8. Schulordnung der Bodelschwingh Grundschule

8.1 Vereinbarungen zum friedlichen Zusammenleben

8.2 Im Schulgebäude

8.3 Auf dem Schulhof

9. Ausbildung von Lehramtsanwärtern

10. Förderverein

11. Kontakt- und Kooperationspartner

12. Arbeitsmaterialien

12.1 Materialkisten

12.2 Lehrwerke

12.3 Arbeitsmappen

B. Unterrichtsfächer

1. Deutsch

1.1 Lesen

1.1.1 Schülerbücherei

1.1.2 Lesehelfer

1.1.3 Klassenbücherei

1.1.4 Buchstabierwettbewerb

1.1.5 Lesewettbewerb

1.1.6 Antolin

1.1.7 Ganzschriften

1.1.8 Tag des Vorlesens

  1. 2 Rechtschreibung

1.2.1 LRS – Unterricht

1.2.2 Leistungsbewertung

1.2.3 Grundschrift

1.3 Sprachgebrauch

2. Sachunterricht

2.1 Sexualerziehung

2.2 Mein Körper gehört mir

2.3 Brandschutz und Erste Hilfe

2.4 Verkehrserziehung

2.4.1 Verkehrspuppenbühne

2.4.2 Radfahrparcours

2.4.3 Radfahrtraining und -prüfung

2.5. KiTec – Kinder entdecken Technik

2.6. Leistungsbewertung

3. Mathematik

3.1 Anforderungsbereiche

3.2 Leistungsbewertung

4 Musik

5 Englisch

5.1 JeKits – Instrumente, tanzen, singen

5.2 Instrumentalunterricht

5.3 Orchesterunterricht

5.4 Chor

6. Kunst

7. Sport

7.1 Sport allgemein

7.2 Spiel- und Sportfest

7.3 Schwimmunterricht

7.4 Sportförderunterricht (SFU)

7.5 Außerschulischer Sport

7.6 Sponsorenlauf

8. Religion

8.1 Schulgottesdienste

8.2 Kooperationspartner-Kirchengemeinde

9. Förderunterricht im Förderband

C Schwerpunkte pädagogischer Arbeit

1. Soziales Lernen

1.1 Erste Hilfe durch Pausenhelfer

1.2 Kinderkonferenz

1.3 Sozialkompetenztraining

1.4 Gewaltprävention

1.4.1 Mein Körper gehört mir

1.4.2 Gewaltprävention als Teil eines Gesamtkonzeptes

2. Gesundheitserziehung

2.1 Schulfrühstück

2.2 Teilnahme an der Trinkfit-Studie

2.3 Pause und Bewegung

2.4 Zahngesundheit

3. Umwelterziehung

4. Aktivitäten und Veranstaltungen

4.1 Schulleben-Klassenfeste

4.2 Klassenfahrten

4.3 Projektwoche

4.4 Informationen zu wiederkehrenden Projekten

4.4.1 Zirkusprojekt

4.4.2 Trommelzauber

5. Medienerziehung

5.1 Medienkonzept

5.1.1. Neue Medien - Medienkompetenz

5.1.2. Technische Ausstattung an der Schule

5.1.3. Einsatz neuer Medien im Unterricht

5.2 Schulhomepage

6. Fortbildung

7. Unterrichtsformen

7.1 Werkstattarbeit

7.2 Stationenlernen

7.3 Wochenplanarbeit

7.4. Außerschulische Lernorte

7.4.1 Lernorte, die zu Fuß zu erreichen sind

7.4.2 Lernorte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Bus der Zoo- bzw. Grünen Schule zu erreichen sind

7.4.3 Lernorte, die mit Reisebussen erreicht werden können und bereits besucht wurden

8. Zusammenarbeit im Jahrgang

9. Vertretungskonzept

 

 

 

A.  Rahmenbedingungen der Bodelschwingh-Grundschule

 

1. Die Geschichte der Bodelschwingh-Grundschule

Die Bodelschwingh-Grundschule kann auf ein ungewöhnliches Alter für allgemein­bildende Schulen verweisen. Es ist lückenlos belegbar, dass sie als evangelische Schule zu Bodelschwingh bereits 1646 existierte.

Mit Beginn des Schuljahres 1967/68 führte das Land Nordrhein-Westfalen die Trennung in Grund- und Hauptschulen ein. 1968 wurde das heutige Gebäude be­zogen und der Name Bodelschwingh-Grundschule entstand.

Die Bodelschwingh-Grundschule liegt am Rande des alten Dorfkerns, grenzt dabei an den Grüngürtel und bietet Ausblicke auf das Dorf, das Schloss, die Kleingartenanlage und den naheliegenden Wald.

Für jede Lerngruppe stehen eine Garderobe, ein Gruppenraum und der Klassenraum zur Verfügung. Dabei hat jede Klasse ihre eigene Ausprägung und Gestaltung. Die Räume sind variabel möbliert, Freiarbeits- und Lernmaterialien stehen umfänglich zur Verfügung, die Wände und Fenster sind mit Schülerarbeiten dekoriert. In allen Klassen gibt es Spiel- und Bücherregale, Leseecken, PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss und vieles mehr.

Zusätzlich verfügt die Schule über verschiedene Fachräume. Es gibt einen Musikraum, der mit der Schülerbücherei kombiniert ist, einen Religionsraum, einen Kunstraum, einen Wahrnehmungs- und Motorikraum und einen GL-Raum, einen Lehrmittelraum, ein Besprechungszimmer und einen 1. Hilfe-Raum.

Außerdem verfügt die Schule über eine Aula und eine Turnhalle. Zum Gelände gehören noch eine Sprunggrube und eine Laufbahn hinter der Schule, wodurch es möglich ist, die Bundesjugendspiele an der Schule durchzuführen.

Im Schuljahr 1999/2000 erhielt die Schule eine Schulküche, die mit vielen praktischen Küchenutensilien ausgestattet ist und von allen Klassen in Absprache mit der OGS genutzt werden kann.

Im Schuljahr 2001/2002 wurde das „Leseland“ eingerichtet. Diese Schülerbücherei  wird  von einigen Müttern aus verschiedenen Klassen betreut. Außerdem gibt es zeitweise eine Leseland-AG, um die Kindern ebenfalls an der Arbeit in ihrer Bücherei zu beteiligen.

1995 wurden der Schulhof und das Außengelände in eine naturnahe und kindgerechte Spiellandschaft umgestaltet, die in den darauffolgenden Jahren durch die Anschaffung von weiteren Spielgeräten weiter ausgebaut wurde.

Das Schulpersonal setzt sich aus der Schulleitung, Lehrern und Förderschullehrern, Lehramtsanwärtern, der Sekretärin, dem Hausmeister, zeitweilig Praktikanten und den Mitarbeiterinnen der Betreuung (OGS) zusammen. Insgesamt besuchen im Schuljahr 2016/17 224 Kinder in 10 Klassen unsere Schule.

 

2. Schulbeginn

Damit der Unterricht pünktlich um 8.00 Uhr beginnen kann, schellt es bereits das erste Mal um 7.57 Uhr. Dann gehen die Kinder selbstständig in ihren Klassenraum.

Seit 2011 hat die Bodelschwingh-Grundschule einen offenen Schulbeginn eingeführt. Wenn im Fenster des Lehrerzimmers ein Schild mit dem Klassennamen hängt, dürfen die Kinder dieser Lerngruppe ab 7.45 Uhr selbstständig in ihre Klasse gehen. Das Schild bedeutet, dass sich eine Aufsichtsperson im jeweiligen Klassenraum befindet.

 

3. Offene Ganztagsschule (OGS)

In vielen Familien bedingt die berufliche Situation der Eltern, dass die Kinder auf eine Betreuung angewiesen sind. So ist die Zahl der Betreuungskinder in den letzten Jahren immer weiter gewachsen, zz. besuchen 110 Kinder die Betreuungseinrichtung. Auf Grund des Bedarfes wurden die Betreuungszeiten  ausgeweitet und aus der ehemaligen Betreuung von 8 bis 13.00 Uhr wurde im September 2003 eine Offene Ganztagsbetreuung mit Öffnungszeiten von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr. So hat sich die Schule durch die Verknüpfung von Lernen, Spielen und Aktivitäten zu einem Haus des Lernens und Lebens entwickelt.

Die Betreuungsräume sind seit Oktober 2004 in der 1. Etage im Schulgebäude untergebracht. Es gibt dort vier große Räume, einen Snoezelenraum und eine Küche mit Essraum. Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben unter Aufsicht in 2 zu diesem Zweck eingerichteten Räumen. In der Nachmittagszeit werden die Turnhalle, die Aula und der Kunstraum mitgenutzt, sowie bei Bedarf weitere Klassenräume. Sport-, Förder- und Bastelangebote werden regelmäßig gemacht. Die Außenanlagen (Schulhof, Spielgeräte etc.) werden regelmäßig in die Aktivitäten einbezogen und intensiv genutzt.

2005 wurde aus dem bis dahin ungenutzten Innenhof im Rahmen eines Projektes, an dem Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen der Betreuung  und die Schulleitung teilnahmen, eine Oase der Ruhe und Stille. Unter Anleitung eines Künstlerpaares ist eine Wandbemalung unter dem Motto Dschungel entstanden. Verschiedene Teams – jeweils ein bis zwei Kinder und ein Erwachsener – haben an der Entstehung des Bildes mitgewirkt. Mit Unterstützung der Firma Grünbau ist ein Sinnesweg mit unterschiedlichen Bodenbelägen und Ebenen entstanden. Es gibt außerdem ein Kletternetz, einen Sandkasten, ein Holzhaus und zwei Sitzgruppen. Daneben gibt es noch eine Fläche zur Bepflanzung mit unterschiedlichen Kräutern, Blumen und Sträuchern, wodurch ermöglicht wurde, eine Garten-AG zu gründen. Die Kinder haben die Möglichkeit nach Absprache, in kleinen Gruppen von 5 – 6 Kindern den Innenhof zu nutzen und die ruhige Atmosphäre dort zu genießen.

Das OGS-Team besteht aus der Koordinatorin, zwei Gruppenleiterinnen und  Ergänzungskräften bzw. Honorarkräften.

Außerdem wird durch das Lehrpersonal der Schule die Arbeit der Betreuung unterstützt (z.B. bei der Hausaufgabenbetreuung oder AG´s im sportlichen oder musisch künstlerischen Bereich).

Die Betreuungskräfte nehmen kontinuierlich im Laufe der Schuljahre an Fortbildungsmaßnahmen teil.

Die offene Ganztagsbetreuung basiert auf Kooperationsvereinbarungen zwischen der Schule, dem EKK (Evangelischer Kirchenkreis Dortmund) als Träger und dem Familienprojekt in Mengede.

Die Kinder sind von 7.30 – 16.00 Uhr betreut. In der Zeit von 13.20 bis 14.00 Uhr können die Kinder nach vorheriger Anmeldung mittags gemeinsam essen. Dieses Angebot wird von fast 80 Kindern genutzt.

Die Betreuung ist im Rahmen des Schulprogramms in das schulische Bildungskonzept integriert:

 

Die Schwerpunkte sind:

  • Förderung der Lesefertigkeit
  • Umgang mit neuen Medien
  • Förderung von Kindern mit Defiziten
  • Förderung von Bewegungserfahrungen
  • Förderung der sozialen Kompetenz der Kinder

 

Die ständig wechselnden Angebote umfassen beispielsweise:

  • Zirkus-AG
  • Wald-AG
  • Garten-AG
  • Turnen
  • Kunst- und Bastelprojekte
  • Lesen

 

Besondere Projekte, Feste oder Aktionen werden in Abstimmung mit den Kindern geplant und durchgeführt.

Es besteht ein Austausch – je nach Bedarf – zwischen Lehrern und den Betreuungskräften über den Entwicklungsstand und bestehende Probleme mit den Betreuungskindern.

Die Betreuung in den Ferien wird in Kooperation mit den Nachbarschulen jeweils an einem der Schulstandorte durchgeführt.

 

4. Gemeinsames Lernen (GL)

4.1 Grundlegende Informationen

Seit 1986 lernen an der Bodelschwingh-Grundschule Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Gemeinsamen Lernens.

Alle Kinder, mit und ohne Behinderungen, sollen gemeinsam lernen können, um letztlich gemeinsam zu leben. Dabei wird das Lernmilieu aller Beteiligten bereichert: soziales Lernen, Umgang mit dem Anderssein, Erkennen und Annehmen individueller Stärken und Schwächen, Kooperation, Sensibilisierung für die Bedürfnisse anderer.

Die Grundlagen der rechtlichen Rahmenbedingungen wurden im Jahr 2006 gelegt. Da verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention). Dort ist verankert (Artikel 24), dass allen behinderten Schülerinnen und Schülern der Zugang zu einer inklusiven Schule, einer Schule für alle, ermöglicht werden muss.

Im Jahr 2009 wurde dieses Übereinkommen zu geltendem Recht in Deutschland.

In NRW sieht das Schulgesetz (§19-20) vor, dass Schülerinnen und Schüler nach ihrem individuellen Bedarf sonderpädagogisch gefördert werden. Auf Antrag der Eltern oder der Schule wird in einem Verfahren (gem. der AO-SF) der Förderbedarf überprüft. Ob der Bedarf besteht, entscheidet die Schulaufsichtsbehörde. Die Entscheidung über den Förderort (Regelschule oder Förderschule) obliegt den Eltern.

Kinder mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf können einen Förderbedarf in folgenden Förderschwerpunkten aufzeigen: Sprache, Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Geistige Entwicklung, Hören/Kommunikation, Sehen, Autismus-Spektrum-Störung.

Je nach festgestelltem Förderbedarf werden die Kinder zielgleich bzw. zieldifferent gefördert.

Zielgleich geförderte Kinder arbeiten an den Lernzielen ihrer Klasse, dass heißt sie müssen die gleichen Lernziele erreichen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie werden nach den allgemeinen Richtlinien  der Grundschule unterrichtet. Die Richtlinien des jeweiligen Förderschwerpunkts werden in den Unterricht mit einbezogen.

Zieldifferent unterrichtet werden Kinder mit den vorrangigen Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung. Diese Kinder müssen nicht die Lernziele der allgemeinen Richtlinien erreichen. Sie arbeiten an den ihrem individuellen Lern- und Entwicklungsstand ausgerichteten Lernzielen. Aufgrund ihrer Lernschwierigkeiten erhalten sie differenzierte Aufgabenstellungen, die sich  weitgehend an den Themen der Klasse orientieren.

Für jede Schülerin und jeden Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird ein individueller Förderplan erstellt. Einmal jährlich wird überprüft, welche Entwicklungen das Kind gemacht hat und ermittelt, ob weiterhin sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf besteht. Die Kinder werden nach den Lehrplänen und Richtlinien der Grundschule unterrichtet und gemäß ihres jeweiligen Bedarfes in verschiedenen Bildungsgängen gefördert. Das Gemeinsame Lernen wird je nach individuellen Bedarf des Kindes und pädagogischer Zielsetzung mit  verschiedenen Unterrichtsformen (Klassenverband, Klassenverband mit Doppelbesetzung, Kleingruppenförderung, Einzelförderung) umgesetzt.

 Es findet eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern statt. Die aktuelle Situation des Kindes sowie Inhalte und Methoden des Unterrichts werden besprochen, um ein für das Kind positives, möglichst einheitliches Lernumfeld in der Schule und dem Elternhaus zu schaffen. Darüber hinaus wird mit entsprechenden Fachleuten (z.B. Ergotherapeuten), Beratungsstellen und Förderschulen kooperiert.

 

4.2  Derzeitige Voraussetzungen des Gemeinsamen Lernens

Im Schuljahr 2016/17 werden 7 Kinder an der Bodelschwingh-Grundschule integrativ beschult, d.h. Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung werden in den Regelklassen mit der subsidiären Anleitung der sonderpädagogischen Lehrkräfte unterrichtet.

Verschiedene Unterrichtsformen (s.o.) werden je nach Inhalt und Förderbedarf durchgeführt. Dabei gilt der Grundsatz: „So viel Gemeinsames im Klassenverband wie möglich und so wenig separate Förderung und Betreuung wie nötig“.

  • In der Regel findet der Unterricht mit allen Schülerinnen und Schülern gemeinsam im Klassenraum statt. Das Rahmenthema ist für die gesamte Lerngruppe identisch. Arbeitsmittel, Lernumfang und Methoden werden so differenziert, dass alle angesprochen werden und zu einem Lernerfolg auf ihrem individuellen Lernniveau gelangen können (s.a. 4.2.1.). Diese Form beinhaltet eine enge Absprache und Kooperation der unterrichtenden Lehrkräfte.
  • Es kann vorkommen, dass einzelne Kinder oder Kleingruppen eine besondere Förderung für einen bestimmten Lerninhalt benötigen, die im Klassenverband nicht sinnvoll oder möglich ist. Dann können die jeweiligen Schülerinnen und Schüler in dem an jedem Klassenraum angrenzenden Gruppenraum oder in einem weiteren Fachraum unterrichtet werden (s.a. 4.2.2.).

 

Im Verlauf der letzten Jahre wurden viele positive Erfahrungen gemacht. So wurden Berührungsängste abgebaut oder entstanden erst gar nicht. Individuelle Lernvoraussetzungen und Fertigkeiten wurden als ein Teil der Persönlichkeit erfahren, wobei Gemeinsamkeiten wichtiger waren als Unterschiede. Soziales Miteinander und Verständnis konnten sich entwickeln.

 

4.2.1 Personelle Ressourcen

Es ist momentan eine Sonderpädagogin an der Schule tätig, die gemeinsam mit den Grundschullehrkräften im Team arbeitet.

Sofern es für ein Kind erforderlich ist, kann auch ein/e Schulbegleiter/in zur speziellen Unterstützung beantragt werden. Die Schulbegleiter/-innen stehen dabei in enger Absprache mit allen beteiligten Lehrkräften. Hierzu hat die Bodelschwingh-GS einen Kooperationsplan erarbeitet. Wenn Bedarf besteht wird das jeweilige Kind auch in der OGS unterstützt.

 

4.2.2 Räumliche Ressourcen

Zu jedem Klassenraum gehört ein mit Glasscheiben abgetrennter Nebenraum, der gut zur äußeren Differenzierung oder für Gruppenarbeiten genutzt werden kann. So sind schnell unterschiedliche Unterrichtsformen umsetzbar. Hier befinden sich auch die PC-Arbeitsplätze der Klasse. Eine Vielzahl von Fachräumen bietet die Möglichkeit für umfassende Lernangebote. Das Erreichen von vier Klassenräumen ist durch die Nutzung eines Aufzugs für Kinder mit dem Förderschwerpunkt körperliche  und motorische Entwicklung möglich.

Die Einrichtung und Ausstattung eines Differenzierungsraumes (GL-Raum), sowie des Wahrnehmungs- und Motorikraumes bietet die Möglichkeit mit sehr speziellen Materialien die Kinder in einem besonderen Lernumfeld zu fördern. Weiterhin gibt es einen Snoezel-Raum (gespr. snuselen =dösen, ruhen), der in Absprache mit der OGS genutzt werden kann. Hier können z.B. Entspannungsstunden zur Förderung der Eigenwahrnehmung durchgeführt werden.

 

4.2.3 Mediale Ressourcen

Die Schule verfügt über ein vielfältiges Angebot der verschiedensten Medien zur Förderung der Kinder.  Diese sind teilweise sehr spezifisch (wie Übungsmaterial zur Sprachförderung), ebenfalls auch zur allgemeinen Förderung auf verschiedenen Entwicklungsstufen (z.B. Fühl- und Tastspiele, Medien zur Förderung des akustischen Bereiches, Rollbretter, Schwimmhilfen, Unterstützungsmaterial und Spiele für den Schreib- und Leselernprozess, Bewegungsangebote). Diese Medien können zur Förderung aller Kinder eingesetzt werden.

Aus der täglichen Arbeit ergibt sich die Notwendigkeit nach zusätzlichen und/oder individuellen Hilfsmaterialien, die aus einem separaten Etat angeschafft werden können.

 

4.3 Organisation des Gemeinsamen Lernens

Der Gemeinsame Unterricht wird sowohl als Teamteaching im Klassenverband als auch als Kleingruppenförderung umgesetzt. Dabei wird besonderen Wert auf die Erstellung individueller Förderkonzepte gelegt, die sich an den Stärken der Kinder orientieren. Die Förderplanung geschieht in enger Zusammenarbeit der Klassenlehrer/-innen mit der Sonderpädagogin und wird in einem Förderplan festgehalten. Der Förderplan wird den Erziehungsberechtigten ausführlich erläutert und regelmäßig bezüglich der fortschreitenden Entwicklung des Kindes, evaluiert.

 

4.3.1 Teamteaching

Beim Teamteaching bereiten die Klassenleitungen und die sonderpädagogische Lehrkraft den Unterricht gemeinsam für den ganzen Klassenverband vor, wobei der Unterricht sowohl den individuellen Bedarf der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt als auch auf die Unterrichtsziele der Regelklasse ausgerichtet ist.

Bei der Umsetzung dieser Ziele werden offene Unterrichts- und Arbeitsformen (z.B. Werkstatt, Lerntheke, Stationsarbeit) den besonderen Voraussetzungen der jeweiligen Klasse angepasst.

Das gemeinsame Lernen im Klassenverband repräsentiert die Integration der Kinder mit Unterstützungsbedarf in die Regelschule. Es hat sich aber in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich herausgestellt, dass alle Kinder vom gemeinsamen Lernen profitieren. Das Sozialverhalten in den Klassen nimmt in der Regel eine positive Entwicklung.

 

4.3.2 Kleingruppenförderung

Bei der Kleingruppenförderung setzt sich die Fördergruppe in der Regel aus mehreren Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und mit erhöhtem Förderbedarf zusammen. In der Kleingruppe besteht die Möglichkeit, individuelle Lernhürden intensiver aufzuarbeiten. Ebenfalls kann in der Kleingruppe ein neues Thema intensiv und kleinschrittig eingeführt werden. Des Weiteren werden auch spezielle Übungen zu den Wahrnehmungsbereichen und zur sprachlichen Förderung umgesetzt.

 

4.4 Förderkonzepte im Rahmen des Gemeinsamen Lernens

FERDI - Verhaltenstraining für Schulanfänger von Petermann/ Natzke/ Gerken/ Walter

Das Verhaltenstraining für Schulanfänger ist ein Programm zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Das Verhaltenstraining ist als Gruppenprogramm konzipiert und wird mit der ganzen Klasse durchgeführt. Es ist speziell für Kinder in der Schuleingangsphase entwickelt worden und soll dazu beitragen frühzeitig oppositionellem und aggressivem Verhalten vorzubeugen. Über einen längeren Zeitraum werden die relevanten Trainingsbereiche wie soziale Wahrnehmung, Gefühle erkennen und benennen, Einfühlungsvermögen, Hilfeverhalten und Kooperation sowie Problemlösekompetenzen in schulischen Alltagssituationen nachhaltig vertieft. Eine Schatzsuche bietet als Rahmenprogramm bis zum Ende des Programms eine hohe Motivation zur Bearbeitung der Trainingsaufgaben für die Kinder.

 

4.5 Sprachförderkonzept

Das Kollegium hat ein Sprachförderkonzept entwickelt. Das Sprachförderkonzept hat die Zielsetzung, sprachverzögerte Kinder in ihrer Sprachentwicklung so zu fördern, dass sich am Ende der Schuleingangsphase der individuelle  Sprachstand stabil aufgebaut hat.

An der Bodelschwingh-GS wurden Sprachförderboxen für die verschiedenen Sprachebenen erstellt. Diese enthalten Spiele und spielerische Übungen zur Förderung der individuellen Sprachprobleme von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen. Weiterhin erhält jedes Kind in der Schuleingangsphase - unabhängig von einem formell festgestelltem Unterstützungsbedarf - eine Stunde Förderunterricht im Rahmen des Förderbands. Hier können die Kinder in ihren jeweiligen Sprachförderbereichen zusätzlich gefördert werden.

 

5. Übergänge

5.1 Kindergarten – Grundschule

5.1.1 Anmeldewoche

Im November findet die Anmeldewoche für die Schulanfänger statt. Seit dem Schuljahr 2007/2008 können die Erziehungsberechtigten unabhängig von dem Schulbezirk eine Schule auswählen und dort ihre Kinder anmelden. Zwei Lehrerinnen führen ein Schulspiel mit den Schulanfängern durch, das die Bereiche Bewegungskoordination; Zahlen, Mengen und Formen; Feinmotorik; Gedächtnis; Wahrnehmung und Sprache umfasst. In der Zeit füllen die Eltern Formulare zur Erfassung der Schülerdaten aus. Die OGS-Betreuungskräfte, die Schulpflegschaft und der Förderverein unterstützen die Schule durch die Betreuung eines Standes, an dem alle notwendigen Formulare ausgegeben werden. Im Anschluss an das Schulspiel führt die Schulleiterin mit den Schulanfängern und den Eltern ein gemeinsames Gespräch.

 

5.1.2 Schulärztliche Untersuchung

In der Zeit zwischen der Anmeldung und dem Schuljahresbeginn werden die Schulanfänger von Ärzten des Gesundheitsamtes auf ihre Schulfähigkeit untersucht. In dieser Untersuchung werden insbesondere der allgemeine körperliche Entwicklungsstand und die gesundheitlich bedingte Leistungsfähigkeit überprüft.

 

5.1.3 Informationsveranstaltung

Einige Wochen vor den Sommerferien werden die Eltern der Schulanfänger zu einer ersten Informationsveranstaltung in die Schule eingeladen. Die Eltern erhalten an diesem Abend Informationen zur Klassenzusammensetzung, zur Organisation der ersten Schulwochen, zu den Lern- und Arbeitsmaterialien, zu Büchern und Arbeitsheften. Soweit die Klassenlehrerinnen zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt sind, werden sie auch anwesend sein.

 

5.1.4 Hospitationen der Lehrerinnen im Kindergarten und der Kindergartenkinder im 1. Jahrgang

Seit dem Schuljahr 2013/14 besuchen die zukünftigen Lehrerinnen des 1.Schuljahres im Frühjahr die Kindergärten, um die Kinder hinsichtlich einer möglichst ausgewogenen Klassenbildung kennenzulernen und einen ersten Kontakt mit den Erzieherinnen aufzubauen, um den Kindern den Übergang zu erleichtern.

Damit die zukünftigen Schulkinder und Erzieherinnen einen Einblick in unser Schulleben erhalten, werden die einzelnen Kindergartengruppen in die Schule eingeladen und nehmen eine Schulstunde am Unterricht des 1. Jahrgangs teil.

 

5.1.5 Schnupperstunde

Vor den Sommerferien werden die künftigen Schulanfänger zu einer Schnupperstunde  in die Schule  eingeladen. An  diesem Tag können sie ihre Klassenlehrerin und die Kinder kennen lernen, mit denen sie nach den Sommerferien zusammen eine Klasse

besuchen. Die OGS bietet unterdessen eine Einführung in die Organisation der OGS für die Eltern der angemeldeten Kinder an. Außerdem können die Eltern kostenlos ein Mittagessen testen.

 

5.1.6 Einschulung

Die Einschulung findet am zweiten Tag nach den Sommerferien statt. An ihrem ersten Schultag treffen sich die Schulneulinge und ihre Angehörigen zu einem ökumenischen Gottesdienst. Um 10.00 Uhr findet eine Begrüßungsfeier in der Turnhalle der Schule statt. Die Turnhalle wird von den Kindern und Lehrerinnen des vierten Schuljahres dekoriert. Die Schüler des dritten Schuljahres heißen ihre neuen Mitschüler mit Liedern, Gedichten, Tänzen oder einem kleinen Theaterstück willkommen. Anschließend gehen die Schulanfänger mit ihrer Lehrerin in die Klasse. Während der Wartezeit stellen sich an einem Stand der Förderverein und die Schulpflegschaft vor und bietet außerdem Kaffee und Kuchen an. Die Eltern der Schulanfänger können während dieser Zeit erste Kontakte knüpfen und sich austauschen, bevor sie um 11.30 Uhr ihre Schulkinder wieder empfangen. 

 

5.1.7 Schulanfängerkonferenz

Vor oder kurz nach den Herbstferien lädt die Schule die Erzieherinnen der Kindergärten zu einer Lernanfängerkonferenz in die Grundschule ein, mit dem Ziel einen Austausch über die Entwicklung der Schulanfänger während der ersten Schulwochen zwischen Kindergarten und Schule zu ermöglichen. 

 

5.2 Vierter Jahrgang – Weiterführende Schulen

Um eine gute Wahl für die richtige Schulform in der weiterführenden Schule zu treffen, sind umfangreiche Informationen erforderlich.

Im 1. Halbjahr des 4. Schuljahres führen die Klassenlehrer ein Beratungsgespräch mit den Eltern durch. Für die Schullaufbahn sind die Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht besonders aussagekräftig. Wichtig ist auch das Arbeitsverhalten: Leistungsbereitschaft, Konzentration und Ausdauer sind wesentliche Faktoren für den schulischen Erfolg.

Um den Schülern Einblick in das Schulleben der weiterführenden Schule zu geben, veranstalten einzelne Schulen Info-Tage. In der Regel erhalten die Kinder über die Grundschule eine Einladung oder sie können das Datum und alle anderen Informationen auf der Homepage der jeweiligen Schule erfahren.

Ende des 4. Schuljahres veranstalten viele Schulen für die angenommenen Schüler einen Kennlernnachmittag.

Viele weiterführende Schulen laden zur ersten Orientierungsstufenkonferenz die jeweiligen Grundschullehrer ein. So können Entwicklungen beobachtet und Erfahrungen in das pädagogische Handeln einbezogen werden. Durch die Rückmeldung über die langfristige Entwicklung der Schüler besteht die Chance, die Prognosesicherheit in der Schullaufbahnberatung zu erhöhen.

 

5.3 Schuleingangsphase

Die Schulkonferenz der Bodelschwingh-Grundschule hat beschlossen, die Schuleingangsphase in jahrgangsbezogenen Klassen einzuführen.

Die Schulkindergärten wurden im Schuljahr 2005/06 geschlossen. Seit diesem Schuljahr arbeitet die Leiterin des ehemaligen Schulkindergartens Westhausen mit 8 Stunden an unserer Schule. Kinder im 1. Schuljahr, die Hilfe benötigen, werden während des Unterrichts von ihr unterstützt bzw. individuell gefördert, um den Anforderungen der Grundschule gewachsen zu sein. Außerdem gibt es zwei Fördergruppen (Wahrnehmung, Motorik), in denen Kinder, die in diesen Bereichen Probleme haben, gezielt durch die Sozialpädagogin gefördert werden, um so den Ausgleich von Defiziten zu schaffen und eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht zu ermöglichen.

5.3.1 Pädagogisches Konzept

  • Anmeldung und Schuleingangstests: Auf der Grundlage der Ergebnisse des Schuleingangstests bei der Anmeldung wird ggf. eine individuelle Förderempfehlung erstellt, die mit den Erziehungsberechtigten besprochen 
  • Sprachstandfeststellung: Wenn im Rahmen des Anmeldeverfahrens eine Sprachstandfeststellung ergibt, dass ein Kind fehlende Sprachkenntnisse in Deutsch aufweist, werden die Eltern verpflichtet, ihr Kind an einem Sprachförderkurs teilnehmen zu lassen.
  • Es wurde in Zusammenarbeit mit der Grundschule Westhausen ein Spracheingangstest entwickelt, der alle vier Sprachebenen abprüft und bei sprachauffälligen Kindern eingesetzt wird.
  • Förderung: Bei Eintritt in die Schule werden die Kinder in jahrgangsbezogenen Klassen unterrichtet. Aufgrund der Informationen durch die Kindergärten, der Aktualisierung der Anfängerdiagnostik in den ersten Schulwochen und weiterer Lernstanddiagnosen werden die Kinder durch differenzierenden Unterricht weiter individuell gefördert.
  • Offene Unterrichtsformen (wie z.B. Stationsbetrieb, Tagesplanarbeit, Freiarbeit, Werkstattarbeit, Wochenplanarbeit, Arbeit mit Förderplänen etc.) sollen Schüler mit Lernrückständen sowie Schüler mit besonderen Neigungen und Begabungen gleichermaßen anregen.
  • Der Einsatz der Sozialpädagogin, der Schulhelfer und der Förderschullehrerinnen, die im Team mit der entsprechenden Klassenleitung arbeiten, gewährleistet eine gezielte individuelle Förderung besonders schwacher Schüler.

 

6. Unsere Kooperation im Bildungsnetzwerk Mengede

6.1 Informationen zu dem Bildungsnetzwerk

Viele Dortmunder Schulen sind im Rahmen der Weiterentwicklung von pädagogischen Kooperationsstrukturen durch ein Netzwerk miteinander verbunden.

So ist unsere Bodelschwingh-Grundschule seit der Kooperationsvereinbarung (2012) in das Bildungsnetzwerk Mengede eingebunden. Hier arbeiten Schulen – auch unterschiedlicher Schulformen- im Projekt Schulen im Team ergebnisorientiert zu aktuellen Themen, die sich aufgrund der Bedingungen und Möglichkeiten der Schulstandorte ergeben. Seit dem Zusammenschluss der Mengeder Schulen (2013/14) sind mittlerweile alle Schulen des Bezirks im Netzwerk vertreten.

 

Grundschulen:

Bodelschwingh-Grundschule, Overberg-Grundschule, Regenbogen-Grundschule, Schopenhauer-Grundschule, Schragmüller-Grundschule, Westhausen-Grundschule

Schulen der Sekundarstufe I:

Heinrich-Heine Gymnasium, Albert-Schweitzer Realschule, Reinoldi-Sekundarschule, Jeanette-Wolff Hauptschule und die Wilhelm-Rein Förderschule

 

Ausgehend von dem Arbeitsschwerpunkt Übergänge gemeinsam gestalten, werden unterschiedliche Projektvorhaben kontinuierlich verfolgt.

Unter anderem ist so der Bildungspass entwickelt worden. Zudem ist die Erarbeitung von Mindeststandards für die sonderpädagogische Förderung im Fokus, sowie die effektive Koordination der Beratungsphase der Eltern und Schüler/-innen hinsichtlich des Übergangs in die weiterführenden Schulen.

Perspektivisch wird das Netzwerk u.a. an der Zusammenstellung eines Methodenhandbuches arbeiten. Diese Sammlung soll das, über die Grundschulzeit angeeignete methodische Handwerkszeug eines Grundschulschülers abbilden.

Internetseite: http://www.bildungsnetzwerk-mengede.de

 

6.2 Einführung des Bildungspasses ab dem Jahrgang 3

Der Bildungspass wird in den Schulen des Bildungsnetzwerkes Mengede in den Klassen 3-6 verbindlich geführt.

Er ist ein individuelles Portfolio, das helfen soll, einen guten Übergang auf die weiterführende Schule zu ermöglichen. Zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern sammeln die Kinder unterschiedliche Lern- und Arbeitsergebnisse, die sie im Laufe der Schulzeit aufgebaut und erreicht haben. Hierzu gehören z.B. besondere Erfolge, Urkunden, Fotos von Projekten, Bilder oder außerschulische Leistungen. Am Ende eines jeden Schuljahres tragen sowohl die Schüler und Schülerinnen und Eltern, als auch die Klassenleitung ein, welche Kompetenzen das Kind schon erworben hat.

Während der Grundschulzeit verbleibt der Bildungspass in den Grundschulen. Nach Absprache haben die Eltern die Möglichkeit die Ordner ihrer Kinder einzusehen. Am Ende des vierten Schuljahres kann der Bildungspass von der Grundschule an die betreffende weiterführende Schule übergeben werden.

Nähere Informationen erhalten alle Eltern der jeweiligen dritten Klassen auf der ersten Klassenpflegschaftssitzung.

 

6.3 Kooperation im Übergang

Das Bildungsnetzwerk Mengede bietet zu Beginn jedes Schuljahres einen gemeinsam organisierten Informationsabend für die vierten Schuljahrgänge der Grundschulen über die weiterführenden Schulen an. An diesem Abend erhalten die Eltern einen Überblick durch einen Vergleich der verschiedenen Schulformen. Das Bildungsangebot der weiterführenden Schulen des Stadtbezirks wird vorgestellt. An Informationsständen haben die Eltern die Möglichkeit sich über die jeweilige Schulform individuell zu informieren. Darüber hinaus haben Eltern die Möglichkeit Fragen an die Vertreter der Schule zu stellen.

Um die Schulen vor Ort kennenzulernen bieten die weiterführenden Schulen Schnuppernachmittage als Angebot für die Schüler und Schülerinnen der vierten Klassen an allen weiterführenden Schulen an. Alle Kinder haben an den Schnuppernachmittagen die Möglichkeit am Unterricht der weiterführenden Schulen teilzunehmen.

Für ausführliche Eltern-Informationen bieten die Schulen noch eigene Informationsveranstaltungen bzw. „Tage der offenen Türen“ an.

 

7. Regeln und Rituale

Regeln und Rituale sind verlässliche Ordnungen in der Lebenswelt der Kinder. Sie geben Orientierung und Halt. Von hier aus können Kinder ihre Selbstständigkeit und Freiheit angehen. Nach den Regeln sollen alle in der Schule handeln, so dass man sich darauf verlassen kann. Rituale sollen davon entlasten, die Welt durch eigene Entscheidungen ständig neu ordnen und Abmachungen neu definieren zu müssen.

Regeln und Rituale stiften Traditionen in der Klasse und möglichst in der ganzen Schule. Sie geben der Schule damit ein persönliches Gesicht. Dabei darf die kritische Reflexion dieser Regeln und Rituale nicht vergessen werden.

Vielfältige und unterschiedliche Regeln und Rituale haben sich für das Zusammenleben in den Klassen entwickelt:

 

  • Begrüßungslied / Morgenkreis
  • Benutzung von Hausschuhen in den Klassenräumen
  • visuelle (Piktogramme) und / oder akustische Zeichen im Unterricht
  • Meldekette
  • Erzählstein
  • Klassenrat
  • Klassendienste ...

 

8. Schulordnung der Bodelschwingh Grundschule

Im Rahmen der Schulprogrammarbeit wurde eine Schulordnung gemeinsam von Lehrern und Eltern erarbeitet. Die Regeln des Miteinanders sind darin festgelegt. Es wird Wert darauf gelegt, sie täglich im Schulleben zu verwirklichen und zu erreichen, dass Kinder lernen, sich selbst, andere Menschen und deren Besitz zu respektieren. Um dies zu gewährleisten bestimmen die Schülersprecher alle zwei Monate eine Schulregel, die sie für wichtig halten und die für die nächste Zeit besonders hervorgehoben werden soll („Regel des Monats“). Diese Regel wird optisch aufbereitet und für alle sichtbar an den Schuleingangstüren und in den Klassenräumen ausgestellt.

Auch die Erziehungsberechtigten sollen ihre Kinder bei der Einhaltung der Schulordnung unterstützen, dies bestätigen sie bei der Schulanmeldung mit ihrer Unterschrift.

Wenn Schülerinnen und Schüler trotz Ermahnung gegen die Schulordnung verstoßen, erfolgen klare Konsequenzen ähnlich wie beim Fußball mit der gelben und roten Karte. Bei unserem Ampelsystem starten alle Kinder morgens auf Grün und rücken mit ihrer Klammerkarte je nach Verhalten außerhalb oder innerhalb der Klasse zunächst auf Gelb und in letzter Konsequenz auf Rot. Je nach Regelverstoß muss darüber hinaus Wiedergutmachung geleistet und ggf. auch mit einer „Strafe“ gerechnet werden. Dies kann z.B. sein: sich entschuldigen, den Schaden ersetzen oder wiedergutmachen, Zusatzaufgaben lösen, sich mit der Schulordnung beschäftigen, Pausenverbot u.ä. Dinge.

Zur Information der Erziehungsberechtigten über die Vorkommnisse wurden vom Kollegium Musterbriefe entworfen, die in diesen Fällen eingesetzt werden können.

Nach Ausschöpfung aller erzieherischen Maßnahmen kommt es zur Anwendung einer Ordnungsmaßnahme.

 

8.1 Vereinbarungen zum friedlichen Zusammenleben

 

  • Damit wir uns alle wohlfühlen, grüßen wir und sind freundlich zueinander. Wir nehmen Rücksicht, halten zusammen und helfen einander.

 

  • Wir verletzen andere nicht mit Absicht, z.B. durch Spucken, Treten, Schlagen, Beinchen stellen und auch nicht durch beleidigende Ausdrücke. Entschuldige dich sofort, wenn es die aus Versehen doch passiert.

 

  • Wir alle sind für die Schule und für die Gegenstände in ihr verantwortlich. Deshalb gehen wir vorsichtig mit allen Dingen um und beschädigen nichts. Wenn du einen Schaden entdeckst oder aus Versehen etwas kaputt gemacht hast, melde dies und sorge dafür, dass es wieder in Ordnung kommt.

 

8.2 Im Schulgebäude

 

  • Auf den Fluren und Treppen gehen wir langsam und rechts, damit auch Entgegenkommende Platz haben.

 

  • Damit keine Unfälle entstehen, darf keiner den anderen schubsen oder Gegenstände (wie z.B. Tornister oder Turnbeutel) die Treppe hinunterwerfen.

 

  • Die Spielgeräte werden nur auf dem Schulhof benutzt. Insbesondere die Bälle werden im Schulgebäude fest in Händen gehalten.

 

  • Im Schulgebäude machen wir keinen Krach. Wir sprechen leise auf den Fluren, damit niemand beim Lernen gestört wird.

 

  • Beim Klassenwechsel nehmen wir den Tornister mit und stellen ihn an einem geeigneten Sammelplatz, den uns unsere Lehrerin oder unser Lehrer nennt, ordentlich ab.

 

  • Zur Pause gehen alle Kinder zügig und ohne Umwege auf den Schulhof. Im Schulgebäude darfst du nur mit besonderer Erlaubnis bleiben.

 

8.3 Auf dem Schulhof

 

  • Wenn du in der Pause Hilfe brauchst, wendest du dich an die Lehrperson, die Aufsicht hat. Du kannst dich auch an die Pausenhelfer mit deinem Problem wenden.

 

  • Auf dem Schulhof ist das Fahren mit Rädern, City-Rollern, Skateboards und Inlinern nicht erlaubt, da es hierbei schnell zu Unfällen kommen kann.

 

  • Gefährliche Spiele wie Reiterkämpfe oder „Spaßkämpfe“ und das Werfen mit Steinen, Sand o.ä. sind nicht erlaubt.

 

  • Scheren werden nur in der Klasse zum Schneiden benutzt. Andere gefährliche Gegenstände wie Feuerzeuge, Messer o.ä. haben in der Schule und auf dem Schulhof gar nichts zu suchen.

 

  • Sei kein Spielverderber. Kinder, die zusammen spielen, sollst du nicht stören oder ärgern. Frage sie höflich, ob du mitspielen darfst. Möchten die Kinder dies nicht, so musst du dies akzeptieren und dir eine andere Beschäftigung suchen.

 

  • Wir achten auf die Pausenspielsachen aus unserer Klassenkiste und nehmen sie nach der Pause wieder mit in die Klasse. Spielgeräte aus fremden Klassenkörben darfst du nicht ohne Erlaubnis wegnehmen. Wenn du Spielsachen aus anderen Klassen findest, nimmst du sie mit ins Schulgebäude und informierst deine Lehrerin oder deinen Lehrer.

 

  • Das Fußballspielen auf dem Schulhof ist nur mit Softbällen gestattet. Bei Regen bzw. Nässe ist das Fußballspielen nicht erlaubt, da die Softbälle sich mit Wasser vollsaugen.

 

  • Alle Spielgeräte und die Schneeballwand dürfen in der 1. Pause von den 1. und 2. Schuljahren und in der 2. Pause von den 3. und 4. Schuljahren genutzt werden. Die Wippe darf nicht von mehr als vier Kindern gleichzeitig benutzt werden. Auf der Nestschaukel sitzen oder liegen höchstens fünf Kinder.

 

  • Das Betreten des Bereiches hinter der Turnhalle sowie das Spielen im Eingangsbereich und auf dem Lehrerparkplatz sind nicht erlaubt.

 

  • Das Eisentor zum Schulhof ist kein Spielgerät. Klettere nicht darauf herum.

 

  • Klettere nicht auf das Garagendach oder das Dach der Turnhalle, wenn dir ein Ball darauf geflogen ist, sondern benachrichtige die Aufsicht oder den Hausmeister.

 

  • Wir halten uns zum Spielen nicht auf den Toiletten auf und verlassen diese nach Benutzung stets sauber.

 

  • Du darfst den Schulhof nie ohne Erlaubnis verlassen.

 

  • Wir gehen sorgsam mit unseren Bäumen, Sträuchern und Pflanzen um und klettern nicht darauf. Brich keine Zweige und Äste ab.

 

  • Das Herumrennen und Schlagen mit Stöcken ist verboten

 

  • Wir halten unsere Schule und den Schulhof sauber und versuchen, Müll zu vermeiden. Abfälle gehören immer in den Mülleimer. Papier sammeln wir in der Klasse getrennt.

 

  • Achte auf die Schilder im Fenster des Lehrerzimmers. Sie sagen dir, wo und womit du spielen darfst.

 

  • Freitags darfst du deine Sammelkarten o.ä. mitbringen und in der Hofpause tauschen.

 

  • Wir bringen kein Smartphone mit in die Schule. In Ausnahmesituationen bleibt es auf lautlos gestellt in der Schultasche.

 

(In der Schulkonferenz am 22.05.2001 beschlossen, aktualisierte Fassung 2016)

 

9. Ausbildung von Lehramtsanwärtern

Eine wichtige Aufgabe aller Schulen ist die Beteiligung an der Ausbildung von Lehrkräften. Das Kollegium der Bodelschwingh-Grundschule beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Dortmund (ZfsL) an der achtzehnmonatigen Ausbildung von Lehramtsanwärtern. An unserer Schule übernehmen regelmäßig Lehrerinnen die Verantwortung als Mentoren für Lehramtsanwärter während der Ausbildungsphase. Der Lehramtsanwärter wird während dieser Zeit intensiv von Lehrerinnen begleitet und unterstützt. Er erteilt ab dem zweiten Ausbildungsquartal eigenverantwortlichen Unterricht (bdU). In dieser achtzehnmonatigen Ausbildung sammeln die angehenden Lehrer/innen wichtige und zahlreiche Unterrichtserfahrungen, machen Erfahrungen im Umgang mit Kindern und lernen den Schulalltag praktisch kennen.

 

10. Förderverein

Bereits seit 1992 arbeitet der Förderverein aktiv für die Bodelschwingh-Grundschule.

Unterstützt wird der Verein durch viele Mitglieder und Spenden von zahlreichen ortsansässigen Unternehmen.

Zu den regelmäßigen Aktivitäten des Fördervereins gehören folgende Aktivitäten:

  • Organisation der Einschulungsfeier
  • Getränkeausgabe beim Spiel- und Sportfest gratis für Schüler und Helfer
  • Veranstaltung der jährlichen Nikolausfeier mit Sachgeschenken für jede Klasse und einen Stutenkerl für alle Schüler
  • Aufstellen eines großen Weihnachtsbaumes in der Aula
  • Unterstützung verschiedener Projekte, z.B. „Mein Körper gehört mir“, „Zirkusprojekt“
  • Anschaffung von Arbeitsmaterialien, beispielsweise die Lese-WM, und von Pausenspielzeug u.a. Softbälle, Fußballtore und Rollbretter
  • Bei vielen Aktivitäten der Schule sorgt der Förderverein für das leibliche Wohl.

11. Kontakt- und Kooperationspartner

 

  • Autismus-Therapie-Zentrum

Heiliger Weg 58 c, 44135 Dortmund

0231/880 8860

 

  • Beratungsstelle Mengede/Bodelschwingh

Bodelschwingher Str. 131, 44357 Dortmund

0231/372088 oder 37625

 

Viele Eltern unserer Schule nehmen auf Anraten der Klassenlehrerin Kontakt mit der Beratungsstelle auf, wenn die Kinder Probleme in der Schule oder auch zu Hause haben (z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, LRS, Dyskalkulie). Einige besuchen dann auch spezielle Kurse, die dort angeboten werden.

In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle findet im 2. / 3. Schuljahr wenn möglich ein Sozialkompetenztraining statt, falls die finanziellen Mittel der Stadt bzw. der Schule dies zulassen.

 

  • Bezirksregierung Arnsberg

Seibertzstraße 1, 59821 Arnsberg

02931/82-0

 

  • Familienprojekt Dortmund

Bürenstr.1, 44359 Dortmund

0231/50-28040

 

  • Elisabeth-Klinik

Klinik und Institutsambulanz

für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie

Marsbruchstr. 162a, 44287 Dortmund

0231/913019-0

Institutsambulanz und Tagesklinik

Beurhausstr. 47, 44137 Dortmund

0231/913019-0

 

  • Hochbegabtenförderung e.V. Bochum

Am Pappelbusch 45, 44803 Bochum

0234/93567-0

 

  • Jugendamt

Ostwall 64, 44122 Dortmund

0231/50-0

 

  • Kindergärten:
    • Kindergarten (ev.) Zur Hunnenboke 4, 44357 Dortmund

0231/37736

  • Kindergarten (kath.) Rohdesdiek 12, 44357 Dortmund

0231/373446

  • Kindergarten Biehleweg 29, 44357 Dortmund

0231/372402

  • Kindergarten Speckestraße 15, 44357 Dortmund

0231/374137

  • Kindergarten Speckestraße 17, 44357 Dortmund

0231/373098

Kindergarten Wattenscheidskamp 12-15, 44357 Dortmund

0231/373166

 

  • Kinderzentrum für Entwicklungs- und Lerntherapie

Institut für Legasthenie

Ostwall 18, 44135 Dortmund

0231/525027

 

  • Mathematisches lerntherapeutisches Zentrum

Münsterstr. 40, 44145 Dortmund

0231/8390049

 

  • Medienzentrum

Leopoldstr.16 – 20, 44122 Dortmund

0231/50 – 25240

 

  • Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen (RAA)

Burgholzstr. 150, 44145 Dortmund

0231/50-25830

 

  • Schulamt für die Stadt Dortmund

Kleppingstr. 21-23, 44135 Dortmund

0231/ 50-0

 

  • Schulen der Sekundarstufe 1
    • Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Parsevalstraße 170, 44369 Dortmund

0231/9311440

  • Hauptschule Mengede

Mengeder Markt 6-8, 44359 Dortmund

0231/286639-60

  • Heinrich-Heine-Gymnasium

Dörwerstraße 34, 44359

0231/47642630

  • Reinoldus-Schiller -Gymnasium

Hallerey 49/51, 44149 Dortmund

0231/9172340

  • Sekundarschule Reinoldus

Im Odemsloh 107, 44357 Dortmund

0231/2224396-0

  • Nikolaus Kopernikus Realschule

Im Odemsloh 107, 44357 Dortmund

0231/9314511

  • Albert Schweitzer Realschule

Dörwerstr. 42, 44359 Dortmund

0231/356720

 

Förderschulen

  • Johannes-Wulff-Schule (Förderschwerpunkt Sprache)

Kreuzstr. 155, 44137 Dortmund

0231/477988-0

  • Max-Wittmann (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)

Oberevinger Straße 155, 44339 Dortmund

0231/98519-0

  • Schule an der Froschlake (Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung)

Froschlake 45, 44379 Dortmund

                        0231/47789890

  • Westfälische Schule für Körperbehinderte

Hauptstraße 157, 44892 Bochum

0234/921740

  • Westfälische Schule für Schwerhörige

Hauptstraße 155, 44892 Bochum

0234/921750

  • Wilhelm-Rein-Schule (Förderschwerpunkt Lernen)

Castroper Str. 121, 44357 Dortmund

0231/477976-30

  • Technische Universität Dortmund

August-Schmidt-Str., 44227 Dortmund

0231/755-1

 

  • Technische Universität Dortmund - Zentrum für Weiterbildung (ZfW)

Emil-Figge-Straße 50, 44227 Dortmund

0231/755-2164

 

  • Vestische Kinderklinik

Dr.-Friedrich-Steiner-Str. 5

45711 Datteln

02363/ 975-0

 

Des Weiteren wird mit den Arbeitskreisen „Schulnetzwerk“ und der „Arbeitsgemeinschaft nach §78 KJHG Ortsgruppe Bodelschwingh/Westerfilde“ kooperiert.

 

12. Arbeitsmaterialien

12.1 Materialkisten

In jeder Klasse stehen Materialkisten zur Verfügung. Diese enthalten vielfältige Lernspiele und Übungsangebote mit Selbstkontrolle für die freie Arbeit. Außerdem beinhaltet sie Anschauungsmaterial und Lernhilfen für Deutsch und Mathematik. Die Materialkisten sind jeweils an eine Klassenstufe gebunden und werden am Ende eines Schuljahres weitergegeben.

 

12.2 Lehrwerke

An der Bodelschwingh-Grundschule wird einheitlich mit den Lehrwerken „Tinto“ für den Deutschunterricht; „Welt der Zahl“ für den Mathematikunterricht sowie „Playway“ für den Englischunterricht gearbeitet.

Als einheitliches Wörterbuch wird in allen Klassen der „Findefix“ genutzt.

 

12.3 Arbeitsmappen

An unserer Schule wird ab dem 1. Schuljahr mit einheitlichen Mappen gearbeitet: Deutsch (rot), Mathematik (blau), Sachunterricht (grün), Englisch (violett), Musik (orange), Religion (weiß), Kunst (schwarz), Postmappe für Informationsbriefe (gelb), FU-Mappe (grau).

 


B.  Unterrichtsfächer

 

1. Deutsch

1.1 Lesen

1.1.1 Schülerbücherei

Im Oktober 2001 wurde an unserer Schule eine Schülerbücherei eröffnet, die inzwischen ein fester Bestandteil des Schulalltages geworden ist und seit 2012 „Leseland“ heißt.

Es gibt eine Sitzecke mit drei Sofas, auf denen die Kinder schmökern können. Unsere Schülerbücherei umfasst ein breites Angebot an Kinderbüchern mit über 1500 Titeln (Stand Juni 2015). Für jedes Lesealter gibt es eine große Auswahl. Damit sich die Kinder schnell zu Recht finden, ist es wichtig ihnen Orientierungshilfen zu geben. Die Bücher sind in vier Kategorien eingeteilt (gelb: Bilderbücher, rot: erstes Lesealter, blau: Leseprofis, grün: Sachbücher), das heißt jedes Buch hat eine farbige Signatur. Anhand dieser können die Kinder schnell erkennen, ob das gewählte Buch auch ungefähr ihrem Lesevermögen entspricht. Auch die Regale sind beschriftet. Jedes Gebiet/Thema hat ein Schild am Regalbrett, damit die Kinder auf einen Blick erkennen können, welche Bücher sich dort befinden. Die Sachbücher sind in die Bereiche Berufe, Erde, Früher, Mein Körper, Pflanzen, Sport, Spiele, Tiere, Technik, Sport und Wissen eingeteilt. Die Sachbücher werden auch vom Kollegium beispielsweise zur Unterstützung und Bereicherung des Sachunterrichts eingesetzt.

Die Kinder erhalten in dem 1. Schuljahr einen Leseausweis, mit dem sie sich Bücher ausleihen dürfen. Die Bücherei ist montags und mittwochs in der ersten Pause geöffnet. In dieser Zeit haben die Kinder ungestört Zeit zu stöbern, zu lesen und sich Bücher auszuleihen. Bücher-Mütter organisieren die Ausleihe und beraten die Kinder. Zusätzlich übernehmen sie es, die Bücher zu sortieren und sorgen dafür, dass die Bücherei so hinterlassen wird, wie sie vorgefunden wurde. Zudem haben die Mütter schon mehrfach einen Malwettbewerb zum Thema „Mein Lieblingsbuch“ organisiert, der bei den Kindern großen Anklang gefunden hat.

Die Bücherei vor Ort ist wichtig, da der Weg zur nächsten Zweigstelle der Stadtbücherei von den Kindern nicht allein zu bewältigen ist.

 

1.1.2 Lesehelfer

In einigen Klassen werden Förderstunden angeboten, in denen Lesehelfer (Mamas, Papas, Omas, Opas,…) kommen, um in kleineren Gruppen mit den Kindern zu lesen. Hierzu wird auch die Schülerbücherei genutzt.


1.1.3 Klassenbücherei

Zusätzlich zu der Schülerbücherei hat jede Klasse eine eigene Klassenbücherei. Die Klassenbüchereien umfassen ein breites Angebot an Kinderbüchern für alle Altersstufen. Die Bücher können von den Kindern ausgeliehen und in Freiarbeitsphasen genutzt werden.

 

1.1.4 Buchstabierwettbewerb

Im 2. Schuljahr kann ein Buchstabier-Wettbewerb durchgeführt werden. Die Fähigkeit des Buchstabierens ist eine wichtige Voraussetzung für den Umgang mit dem Wörterbuch. Der Wettbewerbscharakter schafft einen spielerischen Zugang.

 

1.1.5 Lesewettbewerb

Im vierten Schuljahr wird ein freiwilliger Lesewettbewerb für die Schüler durchgeführt. Die Teilnehmer stellen ihr Lieblingsbuch vor und lesen einen ihnen unbekannten Text laut vor. Die Klassenlehrerin vergibt die ersten drei Plätze. In einem zweiten Durchlauf stehen diese Kinder dann vor einer Schuljury, welche sich aus einem Lehrer, zwei Schülern und einem Elternvertreter zusammensetzt. Hier messen sich die Teilnehmer der Parallelklassen. Unter einem berücksichtigtem Fragekatalog stellen die Schüler erneut ihr Lieblingsbuch vor. Außerdem bekommen sie einen fremden Text zum Vorlesen. Der Gewinner dieser Veranstaltung vertritt die Bodelschwingh- Grundschule bei dem Lesewettbewerb der Stadtbücherei Mengede.

 

1.1.6 Antolin

Im Schuljahr 2009 erwarb unsere Schule eine Lizenz zur Nutzung des Antolin-Portals. Dabei handelt es sich um ein Internet-Angebot zur Leseförderung. Die Kinder lesen Bücher und beantworten anschließend interaktive Quiz-Fragen zum Inhalt. So werden die Kinder zum regelmäßigen Lesen von Büchern motiviert und dabei das sinnentnehmende Lesen gefördert. Außerdem werden die Kinder ermuntert, sich intensiv mit den Inhalten der Bücher auseinanderzusetzen. Weitere Informationen zu Antolin sind unter www.antolin.de zu finden.

 

1.1.7 Ganzschriften

Unsere Schule verfügt über etwa 20 Klassensätze verschiedener Ganzschriften, die von der Klassenlehrerin ausgeliehen und im Klassenverband oder innerhalb einer Fördergruppe gelesen werden.

 

1.1.8 Tag des Vorlesens

Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am dritten Freitag im November jeden Jahres lesen die Lehrerinnen und Lehrer der Bodelschwingh-Grundschule den Kindern in klassen- und jahrgangsübergreifenden Gruppen eine Unterrichtsstunde lang aus einem Buch vor.  Die Schülerinnen und Schüler haben einige Tage zuvor die Möglichkeit, das Angebot der Bücher anhand von Plakaten zu sichten und sich verbindlich für ein Buch zu entscheiden – ohne zu wissen, wer aus dem Buch vorliest. Am Vorlesetag begeben sich dann alle Kinder in der dritten Unterrichtsstunde mit ihren Eintrittskarten in die entsprechenden Räume und genießen das unterrichtsunabhängige Vorlesen aus einem Kinder- oder Jugendbuch.

 

1. 2 Rechtschreibung

1.2.1 LRS – Unterricht

Der LRS – Unterricht findet –wenn möglich- klassenübergreifend im 2., 3. und 4. Schuljahr statt. Hier sollen noch einmal verstärkt die Kinder gefördert werden, die in besonderem Maße Probleme im Lesen und in der Rechtschreibung haben.

Zu Beginn der Förderung wird mit jedem Kind die Hamburger Schreibprobe gemacht, die Hinweise auf die verwendeten Rechtschreibstrategien des einzelnen Kindes gibt.

Außerdem wird ein Lesetest durchgeführt, der über Lesetempo, Genauigkeit und Verstehen informiert.

Diese diagnostischen Tests zeigen, dass die Kinder unterschiedlich weit im Leselernprozess sind, unterschiedliche Defizite und Fähigkeiten haben. Daher wird darauf geachtet, dass die Lerngruppe nicht mehr als sechs Kinder umfasst. So kann jedes Kind eine gezielte individuelle Förderung erhalten.

Um schnelle Lernerfolge zu erzielen, werden die Kinder im 2. Schuljahr an die Arbeit mit der 5-Tage-Kartei herangeführt, mit der sie Miniwörter üben, die 50% eines jeden Textes ausmachen. Die Beherrschung dieser Wörter ermöglicht etwa die Hälfte eines jeden Textes schnell zu erfassen, was den Lesefluss erleichtert. Mit dieser Kartei üben die Kinder zu Beginn einer jeden Stunde eine bestimmte Anzahl von Wörtern. Zudem wird im 2. Schuljahr schwerpunktmäßig mit dem Fördermaterial „lesen – denken – schreiben“ von Grissemann gearbeitet.

Im 3. und 4. Schuljahr erfolgt eine individuelle Förderung nach dem Rechtschreibkonzept von Sommer-Stumpenhorst. Dies ist ein stufenorientiertes Rechtschreibtraining, bei dem eine regelmäßige Analyse und Rückmeldung durch den Rechtschreibpass erfolgt. Die Kinder werden zur selbstständigen Arbeit angehalten. Dazu gehört auch das Kennenlernen der Übungs- und Fehlerschwerpunkte zum Beispiel durch Fehler- und Berichtigungszeichen in der Korrektur. Ziel ist es, dass die Kinder anhand der eigenen Fehlerwörter erkennen, was falsch war und welcher Lernbereich geübt werden muss. Das Fernziel ist ein selbstbestimmtes Rechtschreibtraining. 

In allen Jahrgangsstufen werden in jeder Stunde kurze Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen gemacht. Es werden Ganzschriften angeboten, um zum Lesen zu verlocken. Ein Schwerpunkt des LRS – Unterrichtes ist die Förderung des selbstständigen Arbeitens (u.a. durch den Rechtschreibpass, Arbeit mit der 5-Tage-Kartei, Benutzung der Lupenkarten, Paletti-Lernpass…).

 

1.2.2 Leistungsbewertung

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen.

Folgende Vereinbarungen wurden im Kollegium zur Leistungsbemessung und Be­wertung von Rechtschreibarbeiten und Aufsätzen getroffen:

 

Anzahl und Art der Rechtschreibarbeiten:                    

  1. Schuljahr: Überprüfung der lautgetreuen Schreibfähigkeit
  2. – 4. Schuljahr: 3 – 4 Rechtschreibarbeiten im Schulhalbjahr

Die Rechtschreibarbeiten beinhalten immer eine Kombination verschiedener Aufgaben zur Überprüfung der Rechtschreibfähigkeit, z.B. Lückentext, Schlangensätze, Diktat, Selbstdiktat, Korrekturaufgaben etc.

Zur Bearbeitung der Aufgaben können die Kinder das Wörterbuch benutzen.

Als zusätzliches Diagnoseinstrument werden ab der 2. Klasse Tinto-Tests (gelernt & getestet) geschrieben.

 

Textumfang:

  1. Schuljahr: Überprüfung der lautgetreuen Schreibfähigkeiten
  2. Schuljahr: 20 – 55 Wörter
  3. Schuljahr: 50 – 85 Wörter
  4. Schuljahr: 80 – 120 Wörter

 

Zu den Fehlern (sofern nicht Hauptgegenstand der jeweiligen Arbeit):

  • i-Punkte und Umlaut-Punkte je 0,5 F.
  • fehlende Satzzeichen je 1 F.
  • ab Einf. in Klasse 3: Anführungszeichen je 0,5 F.   
  • Trennungszeichen je 1 F.

 

Benotung bei diagnostizierter LRS:

Im Fach Deutsch kann auf die Benotung in den Teilbereichen Lesen und/oder Rechtschreiben verzichtet werden.

 

1.2.3 Grundschrift

Im April 2015 beschloss die Schulkonferenz, dass an der Bodelschwingh-Grundschule ab dem kommenden Schuljahr die Grundschrift als einzige zu lehrende Schreibschrift in den Anfangsklassen eingeführt wird.

Die Grundschrift wurde entwickelt vom Grundschulverband und wird von ihren Befürwortern als Schreibschrift verstanden, die mit der Leseschrift (Druckschrift) korrespondiert, d.h. an ihr orientiert ist.

Die Grundschrift ermöglichlicht die Beteiligung der Kinder an der Weiterentwicklung ihrer Schrift und gibt kein Kopieren vorgegebener Schriften vor (aktiver Lerner). Sie lässt Individualismus zu.

Für Kinder mit Schwierigkeiten im motorischen Bereich oder für Linkshänder stellt die Grundschrift eine Erleichterung dar, da der Zwang des Verbindens nicht besteht.

 

1.3 Sprachgebrauch

  • zwei benotete Aufsätze pro Schulhalbjahr
  • Die Kriterien zur Benotung sind den Schülerinnen und Schülern im Voraus bekannt; sie dienen gleichzeitig als Schreibkriterien
  • Ende 2. Schuljahr, 3. Schuljahr und 1. Halbjahr 4. Schuljahr:

Vorschrift und Überarbeitung

  • Halbjahr 4. Schuljahr:

Bewertung der Erstschrift, d.h. es findet keine Überarbeitung mehr statt

 

2. Sachunterricht

2.1 Sexualerziehung

In den Richtlinien für den Sachunterricht des Landes NRW ist im Hinblick auf die Sexualerziehung festgelegt, dass die Kinder in den Klassen 1 und 2 die Entwicklung vom Säugling zum Schulkind verfolgen sollen, körperliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen kennen lernen und sich mit ihrer Geschlechterrolle auseinandersetzen sollen. In den Klassen 3 und 4 sollen die Kinder Zeugung, Schwangerschaft und Geburt im Zusammenhang menschlicher Beziehungen verstehen und sich mit den Veränderungen von Körperbau und Verhalten in der Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen / Erwachsenen bewusst werden. An unserer Schule wird zur Einführung in den Themenkomplex „Zeugung, Schwangerschaft und Geburt“ in vielen Klassen mit dem tablo-Großbuch „Sexualerziehung" gearbeitet,  das mit einfühlsam gestalteten Illustrationen auf kindgerechte Weise mit 11 Erzählbildern die Stationen aus dem Leben der Familie Branzer vorstellt, die Nachwuchs bekommt. Erfahrungen verschiedener Kolleginnen haben gezeigt, dass die Kinder sehr gerne mit dem Buch arbeiten und dem Thema offen und neugierig gegenüber stehen. Im vierten Schuljahr wird teilweise die Ganzschrift „Ben liebt Anna“ eingesetzt, die das Thema „Verliebtsein“ altersentsprechend aufgreift.

 

 2.2 Mein Körper gehört mir

Ein fester Bestandteil in den dritten bzw. vierten Klassen ist seit einigen Schuljahren das interaktive, dreiteilige Theaterstück “Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück geworden. Es ist ein Präventionsprogramm gegen sexuellen Missbrauch. Dieses soll den Kindern Strategien vermitteln, die ihnen mehr Sicherheit geben, missbräuchliche Situationen zu erkennen und die Fähigkeit zu entwickeln, Hilfe zu holen. Die Inhalte werden begleitend im Unterricht aufgearbeitet.

 

2.3 Brandschutz und Erste Hilfe

In einer Schule, wo viele Menschen zusammen sind und es naturgemäß viele Gelegenheiten gibt sich zu verletzen, ist es wichtig, das Gefahrenbewusstsein zu schärfen und für den Ernstfall gewappnet zu sein. Anlass zu der Beschäftigung mit diesen Fragen geben der Probealarm, Besuche bei der Feuerwehr sowie das Thema 1. Hilfe im Sachunterricht im 3. Schuljahr.

Im 2. und 4. Schuljahr besuchen die Kinder die Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr in Bodelschwingh. Im 2. Schuljahr wird die Gefahr des Feuers thematisiert. Im 4. Schuljahr lernen die Kinder das richtige Verhalten im Brandfall.

 

2.4 Verkehrserziehung

2.4.1 Verkehrspuppenbühne

Die 1. Schuljahre der Bodelschwingh Grundschule fahren jedes Jahr in den Westfalenpark zur Verkehrspuppenbühne. Sie werden immer von einem Polizeibeamten dorthin begleitet, der ihnen den sicheren Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln näher bringt.

 

2.4.2 Radfahrparcours

Im Rahmen der Verkehrserziehung findet an der Bodelschwingh-Grundschule seit einigen Jahren ein Fahrradparcours für die 2. Schuljahre statt. Mitglieder vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) hierfür zu unserer Schule und bauen einen attraktiven Übungsparcours für die Kinder auf. Hier lernen die Kinder ihr Fahrrad sicherer zu beherrschen und haben dabei viel Spaß. Sie bekommen Tipps und Hilfen von den Mitgliedern des Vereins, wie sie ihr Fahrrad sicherer beherrschen können. Im Schuljahr 2012/13 nahmen die dritten Klassen erstmalig an einem weiteren Fahrradtraining im Fredenbaumpark teil.

 

2.4.3 Radfahrtraining und -prüfung

Unsere 4. Schuljahre nehmen jedes Jahr an einem Radfahrtraining teil, das sie zur erfolgreichen Teilnahme an der Radfahrprüfung befähigen soll. Hierfür kommt ein Polizist jedes Jahr in die Schule um mit den Kindern die wichtigsten Regeln im Straßenverkehr in der Theorie, sowie in der Praxis zu erproben. Mit Hilfe von Eltern üben die Kinder so 4-mal eine immer größer werdende Strecke im Straßenverkehr und bekommen Tipps und Hilfen von Herrn Mertens. Am Ende dieses Training steht die praktische, als auch die im Unterricht vorbereitete theoretische Prüfung. 

 

2.5. KiTec – Kinder entdecken Technik

Im Schuljahr 2014/15 entstand eine Bildungspartnerschaft zwischen der Bodelschwingh-Grundschule und der Firma Bosch Rexroth. Das Unternehmen ist Mitglied bei der „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“, ein Zusammenschluss von mehr als 100 Betrieben, deren Ziel es ist, die Bildung zu fördern. Es geht darum, den Wissensdurst und den Forscherdrang von Grundschulkindern mit dem Projekt „KiTec – Kinder entdecken Technik“ zu unterstützen. Teil dieser Partnerschaft ist u.a. die Bereitstellung von Werkzeug- und Materialkisten, die in unserem Werkraum stehen und im Sachunterricht oder in Arbeitsgemeinschaften eingesetzt werden können. Zunächst erwerben die Kinder für den sicheren Umgang mit den Geräten einen Werkzeugführerschein. Anschließend können sie selbstständig in Teams an verschiedenen Aufgabenstellungen aus der Bau-, Fahrzeug- oder Elektrotechnik arbeiten. Zentral hierbei ist das praktische Handeln, da die Kinder ihren Ideen freien Lauf lassen sollen und sich somit eigenaktiv physikalische Zusammenhänge und Grundkenntnisse aus verschiedenen Technikbereichen aneignen.

 

2.6. Leistungsbewertung

Die Zensur im Sachunterricht setzt sich aus den folgenden einzelnen Bereichen mit ihrer jeweiligen Gewichtung zusammen:

 

Bereich 1: Schriftliche Leistungen (30%)

  • Anlegen und Führen von Forscherheften/Mappen mit zunehmend eigenen Beiträgen (Kriterien zur Mappenführung siehe Zusatzblatt)
  • schriftliche Lernkontrollen im 2. Schuljahr eine pro Halbjahr und im 3. + 4. Schuljahr zwei pro Halbjahr.

 

Bereich 2: Mündliche Leistungen (30%)

In diesem Bereich werden u.a. folgende Leistungen gewertet:

  • Mündliches Erörtern, Vergleichen und Bewerten von Sachverhalten, sowie Wiedergeben von Lerninhalten der vorangegangenen Stunden
  • Beteiligung an Unterrichtsgesprächen
  • Halten von Kurzreferaten im 3. und 4. Jahrgang
  • Sachgemäße Anwendung von Fachbegriffen
  • Anwenden des Gelernten in neuen Zusammenhängen
  • Gruppen- und Partnerarbeiten durchführen und dabei lernen eine eigene Meinung zu vertreten und argumentativ zu begründen
  • Beurteilung der Arbeiten von Mitschülern
  • Problemlösen

 

Bereich 3: Fachspezifische/Praktische Leistungen (40%)

Hierzu zählen u.a.:

  • Versuche durchführen, protokollieren, im 3. und 4. Jahrgang auch selbstständig organisieren und zunehmend auswerten und begründen
  • Arbeit an Stationen, Lerntheken oder Lernwerkstätten
  • Anwenden fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen
  • Mitbringen von Materialien z.B. für Plakate oder Versuche
  • Präsentation von Ergebnissen, z.B. durch die Gestaltung eines Plakates (vorwiegend Klasse ¾)
  • Beobachten und Vergleichen
  • Modellbau, Zerlegen, Nacherfinden (vorwiegend Klassen ¾)
  • Benennen, Sammeln, Untersuchen, Beschreiben
  • Raumorientierung
  • Szenische Darstellungen
  • Informationen beschaffen, verarbeiten und darstellen (vorwiegend in Klasse ¾)

 

Die Bewertung der schriftlichen Leistungen erfolgt nach der Tabelle unter Punkt 3.3.

 

3. Mathematik

3.1 Anforderungsbereiche

 

  • Anforderungsbereich I: Reproduzieren

Diese Aufgaben erfordern Grundwissen und beinhalten Rechenfertigkeiten in den geübten Grundrechenarten.

  • Anforderungsbereich II: Zusammenhänge herstellen

Diese Aufgaben verlangen das Erkennen und Nutzen von Zusammenhängen, z.B. Aufgaben in Bildern erkennen, Lösungswege in Textaufgaben entwickeln, in Tabellen mit der Umkehraufgabe addieren und subtrahieren.

  • Anforderungsbereich III: Verallgemeinern und Reflektieren

Diese Aufgaben erfordern komplexe Tätigkeiten wie Strukturieren, Entwickeln von Strategien, Beurteilen und Verallgemeinern, z.B. Aufgabenfolgen fortsetzen und Gesetzmäßigkeit erkennen und formulieren.

 

3.2 Leistungsbewertung

Folgende Vereinbarungen wurden im Kollegium zur Leistungsbemessung und Be­wertung von Mathematikarbeiten getroffen:

 

Anzahl:

8 – 10 Arbeiten / Schuljahr

 

Zeitlicher Rahmen:

  1. Schuljahr ca. 15 – 30 Minuten

ab 2. Schuljahr                          45 – 60 Minuten

 

Verlängerte Bearbeitungszeiten sollten unter der Arbeit notiert werden.

 

Die Lernerfolgskontrollen enthalten Aufgaben aus den drei verschiedenen Anforderungsbereichen.

Der Hauptanteil in den einzelnen Lernerfolgskontrollen wird von Aufgaben aus dem Anforderungsbereich II gebildet, jede Lernerfolgskontrolle enthält aber auch Aufgaben aus dem Bereich des Reproduzierens und des Verallgemeinerns.

In allen Jahrgängen arbeiten die Klassenlehrerinnen zusammen, indem gemeinsame Inhalte festgelegt, Klassenarbeiten gemeinsam geplant, Arbeitsblätter ausgetauscht, Absprachen getroffen werden u.ä.

 

4. Englisch

Seit dem Schuljahr 2008/09 erhalten die Schüler ab dem zweiten Schulhalbjahr der Klasse 1 Englisch. Dies geschieht im Rahmen von 2 Wochenstunden. Das Interesse an der Sprache soll anhand von spielerischer Form, z.B. Reime, Lieder, Videos, Bewegungsspiele geweckt werden.

Die Aufgaben des Englischunterrichts in der Grundschule beziehen sich auf

  • die Entwicklung von Interesse und Freude am Sprachenlernen und an fremden Lebenswelten
  • den Erwerb, die Erprobung und die Festigung elementarer sprachlicher Mittel
  • den Erwerb von wirkungsvollen Strategien des Sprachenlernens
  • die Bewältigung von einfachen Sprachhandlungssituationen in englischer Sprache

Um diese Aufgaben zu erfüllen, vermittelt der Unterricht im Fach Englisch den Schülerinnen und Schülern Fähigkeiten und Fertigkeiten, Kenntnisse sowie Einstellungen und Haltungen in den Bereichen Sprache, Interkulturelles Lernen und

Sprachenlernen in für sie bedeutsamen Erfahrungsfeldern. (Richtlinien und Lehrpläne: Englisch)

 

5. Musik

5.1 JeKits – Instrumente, tanzen, singen

Seit dem Schuljahr 2008/09 nehmen alle Erstklässler unserer Schule kostenlos an dem Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ teil. Die Kinder erhalten einmal in der Woche eine Stunde zusätzlichen Musikunterricht, in dem Neugier, Kreativität und Spaß an der Musik geweckt werden soll. Dabei lernen die Schüler eine Vielzahl an Instrumenten (Akkordeon, Tuba, Trompete, Posaune, Querflöte, Klarinette, Blockflöte, Klavier, Gitarre, Geige und Kontrabass) kennen und probieren diese spielerisch aus. Im zweiten Schulhalbjahr (nach Ostern) entscheiden die Kinder sich, welches Instrument sie erlernen möchten. Im Schuljahr 2015/16 wurde aus JeKi JeKits. Inhaltlich und organisatorisch ergeben sich an unserer Schule keine Änderungen.

 

5.2 Instrumentalunterricht

Ab dem 2. Schuljahr erhalten die Kinder Unterricht in ihrem Lieblingsinstrument. Die Teilnahme am Instrumentalunterricht ist kostenpflichtig und somit auch freiwillig. Damit sie auch zu Hause üben können, erhält jedes teilnehmende Kind ein Leihinstrument.  Der Unterricht findet in Kleingruppen von 4-6 Kindern in der Regel im Anschluss an den Unterricht statt. So lernen sie in den nächsten Schuljahren, die Instrumente zu spielen.

 

5.3 Orchesterunterricht

Ab dem 3. Schuljahr kommt zu der Instrumentalstunde noch eine zusätzliche Orchesterstunde. Hier proben die Instrumentalkinder gemeinsam. Im Frühjahr findet ein JeKits-Konzert des Orchesters in der Aula statt. Dazu gibt es eine Vorstellung für die beiden Jahrgänge und eine zweite Vorstellung für das dritte und vierte Schuljahr. Dazu sind die JeKits-interessierten Eltern eingeladen.

 

5.4 Chor

Seit Juli 2004 wird an unserer Schule eine Chor-AG mit einer Wochenstunde angeboten. Der Chor findet klassenübergreifend im 2. bis 4. Schuljahr mit je einer Wochenstunde statt. Die Chorkinder haben sich den Namen die „Bodel Swinger“ gegeben. Es können alle Kinder teilnehmen, die Freude am Singen und Musizieren haben. Damit die Kinder einen kleinen Einblick erhalten, können sie die ersten drei „Chorproben“ zum Schnuppern nutzen und sich anschließend entscheiden, ob sie im Chor mitsingen möchten. Die Teilnahme ist dann verbindlich. Im Chor wird ein bunter Liedermix gesungen und eingeübt, denn die Chor-AG trägt auch zur Gestaltung des Schullebens bei. So hatten die „Bodel Swinger“ bisher zahlreiche Auftritte. Diese fanden beispielsweise an Präsentationstagen im Rahmen von Projektwochen oder in der Vorweihnachtszeit statt. Seit dem Schuljahr 2008/09 nimmt der Chor jährlich am „Klangvokal-Festival“ in der Innenstadt Dortmund teil.

 

6. Kunst

Bereits im Vorschulalter haben Kinder individuelle ästhetische Darstellungsformen entwickelt, um sich mimisch, gestisch, grafisch und plastisch auszudrücken und mit Farbe zu gestalten. An diese Ausdrucksmöglichkeiten knüpft das Fach Kunst an und unterstützt und fördert die Weiterentwicklung dieser vielfältigen Fähigkeiten.

Die Lehrerinnen, die das Fach Kunst unterrichten, sehen es als ihre Aufgabe an, die Freude und das Interesse der Kinder an ästhetischen Ausdrucksformen zu wecken, zu fördern und zu erhalten, ebenso die Bereitschaft zu unterstützen, sich selbständig und kritisch mit den unterschiedlichen Ausdrucksformen auseinander zu setzen. Außerdem muss den Kindern Raum gegeben werden, die eigenen Kunstwerke und die der anderen mit Blick auf die Entstehung zu würdigen und zu beurteilen.

Vorhaben sollen gemeinsam geplant und umgesetzt werden, so dass kooperatives Handeln und unterschiedliche Arbeitsformen entwickelt werden können. Mit Blick auf die umfangreichen, fachbedeutsamen Themen ist ein sinnvoller Aufbau ausgewählter Unterrichtsgegenstände von Bedeutung. Die Vielfalt wird durch die Vorgabe der Richtlinien und Lehrpläne verfolgt darin eingebettet sind darüber hinaus:

  • die Umsetzung situativer Erlebnisse aus dem Schulalltag und außerschulischer Erlebnisse- fachübergreifende Themenstellungen (Deutsch, Sachunterricht, Mathematik, Musik)
  • Malwettbewerbe
  • Projekttage

 

Das Schulleben insgesamt wird gerade auch durch das Fach Kunst im Besonderen über das ganze Jahr mitgestaltet.

Für alle diese künstlerischen Aktivitäten steht der Bodelschwingh-Grundschule ein eigener Kunstraum zur Verfügung, in dem allerlei Verbrauchsmaterialien, Werkzeuge, Werkbänke und ein Brennofen stehen.

 

7. Sport

 

7.1 Sport allgemein

Im Zuge einer veränderten Kindheit, in der Kinder sich zunehmend mit bewegungsarmen Tätigkeiten beschäftigen, oft mit weniger Spielpartnern agieren oder ihre Freizeit einfach häufig mit Terminen verplant ist, haben sich auch die Ziele und Inhalte des Sportunterrichtes verändert. Vermehrt stehen vielfältige Bewegungserfahrungen im Vordergrund, um den Kindern Sicherheit im Klettern, Balancieren und schnellen Reagieren zu vermitteln. Auch sozialen Fähigkeiten, die man in Bewegung, Spiel und Sport erwirbt, wie Rücksicht aufeinander nehmen, miteinander umgehen, Regeln einhalten, kommt ein hoher Stellenwert zu. Kinder sollen im Sportunterricht auch die Möglichkeiten haben, Spielsituationen kreativ und fantasievoll selbst zu arrangieren. Die Schüler sollen lernen, ihre sportliche Handlungsfähigkeit zu erweitern. Der Sportunterricht wird in der Turnhalle, in der wärmeren Jahreszeit auch oftmals in der Außenanlage erteilt.

 

7.2 Spiel- und Sportfest

Die herkömmlichen Bundesjugendspiele wurden zu einem Spiel- und Sportfest erweitert. Neben den traditionellen Disziplinen Laufen, Werfen und Weitspringen  stellt jede Klasse zwei Spiel- oder Bewegungsstände, an denen jeweils einige Eltern helfen. So haben alle Kinder im Laufe der Veranstaltung die Möglichkeit alle Spielstände auszuprobieren.

 

7.3 Schwimmunterricht

Im zweiten und vierten Jahrgang werden zwei der drei vorgesehenen Sportstunden als Schwimmunterricht erteilt, der im Hallenbad Nette stattfindet. Hier haben die Kinder neben vielfältigen Bewegungserfahrungen im Wasser je nach Leistungsstand auch die Gelegenheit Jugendschwimmabzeichen zu erwerben.

 

7.4 Sportförderunterricht (SFU)

Ergänzend zum regulären Sportunterricht bieten wir, wenn möglich im ersten und zweiten Jahrgang Sportförderunterricht an, in dem Kinder mit speziellen Bewegungsdefiziten im motorischen Bereich gefördert werden können.

Bewegung ist für die Selbst- und Welterschließung bzw. für die ganzheitliche Entwicklung von großer Bedeutung. Jedoch wird im Sportunterricht deutlich, dass einige Schüler ein besonderes Problemverhalten zeigen oder sich durch Bewegungsauffälligkeiten auszeichnen. Daher gibt es schon seit einem Jahrhundert einen Förderunterricht, der sich diesen Kindern annimmt. Heutzutage hat der Sportförderunterricht (SFU) in NRW die Zielsetzung, neben den motorisch – körperlichen Aspekten auch die emotionalen, sozialen und kognitiven Hintergründe anzusprechen.

 

7.5 Außerschulischer Sport

Die Bodelschwingh-Grundschule nimmt an folgenden außerschulischen Stadtmeisterschaften der Grundschulen teil:

  • Leichtathletik-Stadtmeisterschaft (Stadion Rote Erde)
  • Schwimmen-Stadtmeisterschaft (Mengede Hallenbad)
  • Staffel-Stadtmeisterschaft (Helmut Körnig-Halle)

 

7.6 Sponsorenlauf

Der erste Sponsorenlauf fand 2009 mit großer Begeisterung statt. Dank der Unterstützung der Schulpflegschaft, des Fördervereins, der freiwilligen Eltern sowie des gesamten Kollegiums war die Durchführung möglich. Im Jahr 2013 erfolgte der zweite Sponsorenlauf, mit dessen Einnahmen die Inlineskate-Projektwoche im Mai 2014 finanziert wurde. Für die Zukunft ist ein weiterer Sponsorenlauf geplant.

 

8. Religion

Der Religionsunterricht schafft einen Freiraum für Fragen, Probleme und Erfahrungen der Kinder. Biblische Themen greifen menschliche Grunderfahrungen wie Sehnsucht nach Geborgenheit, Angst, Angenommen sein und Abgelehnt werden, Hilflosigkeit und Überlegen sein auf und ermöglichen es, sich mit dem eigenen Verhalten auseinander zu setzen. Um die Inhalte auf vielfältige Weise lebendig werden zu lassen und den Kindern Möglichkeiten zur Besinnung und Vertiefung zu geben, wird neben verbalen Formen des Unterrichts besonderer Wert auf gestalterische und meditative Elemente gelegt (z.B. Malen, Rollenspiel, Singen, Stilleübungen und Bildbetrachtungen).

 

8.1 Schulgottesdienste

Neben den Einschulungs- bzw. Abschlussgottesdiensten finden in Zusammenhang mit besonderen gemeinsamen Projekten und zu Weihnachten ökumenische Gottesdienste statt.

 

8.2 Kooperationspartner-Kirchengemeinde

Die Bodelschwingh-Grundschule arbeitet sowohl mit der katholischen als auch der evangelischen Kirchengemeinde eng zusammen. Nur in Kooperation ist es möglich die jährlichen Abschlussgottesdienste der 4. Jahrgänge, die Weihnachts- bzw. Adventgottesdienste mit Einbindung der Kinder vorzubereiten und durchzuführen.

Neben diesen Gottesdiensten besteht für die Schüler die Möglichkeit, eine Führung durch die ev. und/oder kath. Kirche durch einen Kirchenvertreter mitzuerleben.

 

9. Förderunterricht im Förderband

Die Heterogenität der Lernbedürfnisse und Voraussetzungen erfordert individuelle Förderung und Forderung der Schüler. Dementsprechend erhält jedes Kind eine Stunde Förderunterricht im Rahmen des Förderbands. Dieses umfasst Fördergruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Deutsch, Mathematik, Wahrnehmung, Motorik).

 

 


 

C.  Schwerpunkte pädagogischer Arbeit

 

1. Soziales Lernen

1.1 Erste Hilfe durch Pausenhelfer

Bei den Pausenhelfern handelt es sich um Kinder des 3. und 4. Schuljahres. Diese übernehmen ihren Dienst immer zu zweit in den großen Pausen und sind durch ihre gelben Westen zu erkennen. Ausgestattet sind sie mit einer ersten Hilfe-Tasche, welche mit  Taschentüchern, Pflastern und einem Kuscheltier zum Trösten gefüllt ist.

Folgende Aufgaben werden von einem Pausenhelfer übernommen:

  • Als Ansprechpartner für Kinder mit kleineren Problemen zur Verfügung stehen
  • Kinder trösten
  • Hilfe bei Streits anbieten
  • Kinder, die sich wehgetan haben zur Aufsicht begleiten.
  • auf kleine Wunden Pflaster kleben
  • Kühlpacks herausgeben

In ihrer Funktion als Pausenhelfer lernen Kinder Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und erleben sich somit als wirksam in der Gestaltung einer positiven Pausensituation geht.

Begleitet und eingeführt werden sie in ihr Amt als Pausenhelfer durch die Pausenhelfer-AG.

 

1.2 Kinderkonferenz

Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es an unserer Schule zweimal im Halbjahr Kinderkonferenzen. An ihr nehmen die beiden Klassensprecher jeder Klasse, zwei Lehrerinnen sowie die Schulleiterin teil. In der Kinderkonferenz werden Themen aufgegriffen, die für die Kinder wichtig sind bzw. die sich aus der Lehrer- und Schulkonferenz ergeben (z.B. Anschaffungen durch den Förderverein, Pausenregelungen, Gestaltung der Schulflure, …). Seit dem Schuljahr 2013/14 werden zu Beginn des Schuljahres von den Mitgliedern der Kinderkonferenz zwei Schülersprecher gewählt, die auch ein eigenes Fach im Kopierraum erhalten haben, um Themen, die den Kindern wichtig sind, an die Lehrer weiterzuleiten.

 

1.3 Sozialkompetenztraining

In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle findet im 2. oder 3. Schuljahr das Sozialkompetenztraining „Hilfe, bevor es brennt!“ statt. Hierbei leisten zwei Trainer/innen Unterstützung bei der Stärkung der Klassengemeinschaft. Spielerisch werden Wahrnehmung, Empathiefähigkeit, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Kinder trainiert. Es geht außerdem darum, gewaltfreie Lösungsstrategien zu finden und so Konflikte auf friedlichem Weg zu lösen. Das Training konnte bisher kostenlos angeboten werden. Es findet über 10 Wochen statt, in denen in jeweils 90 Minuten pro Woche Spiele und Übungen durchgeführt werden. Diese werden im Vorfeld von den Trainern mit Hilfe der Klassenlehrerin individuell auf die jeweilige Klassensituation abgestimmt. In einer Fortbildung zum Trainingsprogramm haben auch Kolleginnen unserer Schule die Methoden zum Sozialen Kompetenztraining kennen gelernt, um sie ergänzend im Klassenunterricht einsetzen zu können.

 

1.4 Gewaltprävention

Als Gegengewicht zu der allgemein bekannten Zunahme an Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit ist an unserer Schule ein konsequentes Konzept zum friedlichen Miteinander gewachsen.

 

1.4.1 Mein Körper gehört mir

Stark machen vor sexuellen Übergriffen ist das Ziel dieses Projekts (siehe B 2.2).

 

1.4.2 Gewaltprävention als Teil eines Gesamtkonzeptes

  • Die Lehrkräfte, Eltern und Schüler sind daran beteiligt und übernehmen Verantwortung.
  • Es existieren klare Klassen- und Schulregeln zum fairen Umgang und gegen Schikanieren und Gewalt.
  • Es gibt bei Regelverstoß konsequente sachgemäße Sanktionen, aber auch Anerkennung für positives Sozialverhalten (siehe A 5.).
  • Die Opfer bekommen Unterstützung und werden geschützt.
  • Die Pausenaufsicht kann sich auf kollegiale Absprachen stützen.
  • Besondere Aktivitäten zur Verbesserung des Schulklimas (siehe Punkt 5 „Besondere Veranstaltungen, Feste und Feiern“) schaffen ein lebendiges Schulleben und erleichtern es dem einzelnen Kind, sich in der Schulgemeinschaft sicher und aufgehoben zu fühlen.

 

2. Gesundheitserziehung

Gesundheitserziehung bezieht sich nicht auf ein rein medizinisches Gesundheitsverständnis, das die körperliche Unversehrtheit bzw. Freisein von Krankheit in den Mittelpunkt stellt, sondern auch das soziale und ökologische Wohlbefinden spielen hierbei eine wichtige Rolle. Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen ist für uns ein wichtiges Ziel. Aspekte der Gesundheitserziehung finden sich in verschiedenen Bereichen.

 

2.1 Schulfrühstück

Das Frühstück ist entscheidender Auftakt für den Tag und besonders geeignet, die Kinder an das Thema „Gesunde Ernährung“ heranzuführen. Da die Kinder ihr Schulfrühstück in einer speziellen Frühstückspause im Klassenraum einnehmen, findet eine kontinuierliche Beratung zu diesem Thema statt. Dieses Thema wird im Unterricht des 1. Schuljahres und auch in weiteren Schuljahren mit den Kindern aufgearbeitet. Schon auf dem ersten Elternabend beraten wir die Eltern dahingehend, ihren Kindern keine Chips oder Süßigkeiten, sondern Brote und Obst oder Gemüse mitzugeben. Die Kinder haben die Möglichkeit täglich den Wasserspender zu nutzen.

Im ersten Schuljahr spielt das Thema „Zahngesundheit“ ebenfalls eine große Rolle. Aspekte einer gesunden Ernährung, also der Prävention von Zahnkrankheiten, wie auch die Zahnpflege kommen hier kindgerecht und spielerisch zur Sprache.

Essen und Bewegen sind gleichberechtigte Aspekte der schulischen Gesundheitserziehung. Deshalb haben wir an unserer Schule die Pausenzeiten so gelegt, dass ausreichend Zeit zum Essen und zum Bewegen bleibt. Vor der dritten Stunde haben die Kinder noch 10 Minuten Zeit im Klassenraum gemeinsam zu frühstücken. Das gemeinsame Frühstück wirkt sich ebenfalls positiv auf das Klima in der Klasse aus. Die Kinder haben eine Ruhepause, dürfen abschalten und es ergeben sich Gelegenheiten miteinander oder mit der Lehrerin zu reden. Lehrkräfte finden Zeit für Gespräche in der Klasse. Kleinere und größere Probleme der Kinder können früher erkannt und besprochen werden.

 

2.2 Teilnahme an der Trinkfit-Studie

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Kinderernährung wurde im Jahr 2006 im dritten und vierten Jahrgang die Trinkfit-Studie durchgeführt. Immer mehr Kinder weisen bereits in der Grundschule ein Übergewicht auf. Zurückgeführt werden kann das u.a. auf einen Bewegungsmangel und auf eine Ernährung mit hohem Zuckerkonsum. In dieser Studie wurde untersucht, ob durch das Angebot an Trinkwasser eine gute Versorgung des Wasserhaushalts möglich ist und durch den Verzicht auf kalorienreiche Getränke in den Schulstunden eine Gewichtsregulierung angebahnt werden kann. Ebenso bedeutungsvoll ist eine gute Flüssigkeitsversorgung für das Lernen, welches bei einem Wassermangel eingeschränkt ist. Eine Unterversorgung mit Flüssigkeit wird subjektiv nicht immer wahrgenommen.

Zuckerhaltige Nahrungsmittel lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Bei vielen Kindern ist nach einem Zuckerkonsum ein überhöhtes Aktivitätsniveau zu beobachten, was sich in motorischer Unruhe und Konzentrationsstörungen bemerkbar macht. Nach dieser Phase setzt beim schnellen Abfallen des Blutzuckerspiegels eine starke Müdigkeit mit verringerter Aufnahmefähigkeit ein. Die gut gemeinten süßen Beigaben zum Schulfrühstück verfehlen also manchmal ihr Ziel. Im Rahmen der Trinkfit-Studie haben die Schüler ihre Wahrnehmung für eine gesunde Lebensweise geschärft.

Durch diese Studie ist es nun allen Kindern Schule möglich das Wasser zu trinken. Jeden Morgen wird das Wasser frisch am Trinkwasserspender in eine Kanne gezapft und steht den Kindern in den einzelnen Klassen zur Verfügung. Das Leitungswasser wird durch einen speziellen Filter aufgewertet. Es kann je nach Geschmack gewählt werden zwischen Wasser mit oder ohne Kohlensäure.

Das Angebot wird von den Kindern gerne angenommen. Immer weniger Kinder trinken in der Frühstückspause zuckerhaltige Getränke. Einige Mütter berichten, dass ihre Kinder auch am Nachmittag Wasser als Getränk bevorzugen. Viele Kinder sind auch in den letzten Unterrichtsstunden noch aufnahmefähig und aktiv im Unterricht. Wenn sich auch nicht ein unmittelbarer Zusammenhang nachweisen lässt, so ist zumindest durch bekannte physische Abläufe ein günstiger Einfluss auf das Lernverhalten anzunehmen.

Die Kosten für jedes Kind belaufen sich pro Schuljahr auf 4,00 €.

 

 2.3 Pause und Bewegung

Schulstunden bedeuten gerade für Grundschüler lange Arbeitszeit. Nicht nur das Lernen strengt an, hinzu kommt das lange Stillsitzen. Neben Bewegungspausen bzw. Bewegungsmöglichkeiten während des Unterrichts (siehe dazu „Bewegte Grundschule“ und „Sportunterricht“) spielt die aktive Pause eine wichtige Rolle im Schulalltag. Kinder müssen rennen, laufen und spielen dürfen. Unser Schulhof bietet dafür ein geeignetes Umfeld. Vielfältige Spielgeräte stehen den Kindern zur Verfügung: Klettergerüst, Schaukeln, Reckstangen, Kletterwand, Netzschaukel, Hängebrücke, Balancierbalken, Rutsche, Torwand, Tore, Tischtennisplatten, aufgemalte Hüpfkästchen und freie Grün- und Betonfläche. Um Zank und Streit um die Benutzung der Spielgeräte entgegenzuwirken, haben wir eine besondere Pausenregelung vereinbart: während der ersten Pause dürfen die Spielgeräte nur von den Kindern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe benutzt werden, in der zweiten Pause von den Kindern der Jahrgangsstufen drei und vier. Zusätzlich verfügt jede Klasse über eine Pausenkiste mit Spielgeräten wie Seilchen, Gummitwist, Softbällen, Tennis, Dosenstelzen etc., die von den Kindern entliehen werden können. Auch Ruhezonen mit Tischen und Bänken finden sich auf unserem Schulhof.

An der Bodelschwingh-Grundschule besteht in Absprache mit den Eltern die Vereinbarung die Pausen nach Möglichkeit immer draußen zu verbringen, um den Kindern auch bei Regenwetter eine Pause an der frischen Luft zu ermöglichen.

 

2.4 Zahngesundheit

Seit dem Schuljahr 2010/11 wird in allen Klassen ein Zahnprojekt durchgeführt. Eine Zahnärztin gibt Informationen zum Wachstum, zur Ernährung und zur Pflege der Zähne. Die Schüler sollen sich das Wissen in der Stationenarbeit aneignen. In diese Arbeit sind viele handelnde Unterrichtselemente eingebunden, so dass eine als richtig erkannte Aussage über die Zahngesundheit durch die emotionale Beteiligung auch im Schüleralltag umgesetzt wird. So wird z.B. in einem abgedunkelten Raum der Zahnbelag, der nach der Reinigung noch vorhanden ist, deutlich sichtbar gemacht.

Die Kinder sind für gesundheitliche Aspekte in der Ernährung sehr aufgeschlossen. Viele Frühstücksportionen für die Pause bestehen aus Vollkornbrot, Obst und Gemüse. Süßigkeiten, Kuchen und Eis sind auf Geburtstage der Kinder beschränkt.

 

3. Umwelterziehung

Auch eine gesunde Umwelt ist entscheidend für unsere Gesundheit. Diese wird in Zukunft immer mehr davon abhängen, wie wir mit der Natur und den Ressourcen unserer Erde umgehen. Auch Schule muss darauf einwirken, dass alles zum Erhalt und zur Sicherung der Lebensgrundlagen getan wird und ein Wandel zum ökologischen Denken und Handeln einsetzt. Sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Verantwortung werden im Unterricht angesprochen, z.B. sparsamer Wasserverbrauch, Vermeidung von Müll, Gebrauch umweltfreundlicher Schulmaterialien. Gespräche mit Fachleuten, z.B. einem Vertreter der EDG, vertiefen die Einsicht und motivieren die Kinder, sich aktiv für den Erhalt unserer Umwelt einzusetzen.

Da eine unmittelbare Begegnung mit der Natur eher Handlungsbereitschaft weckt, ist es uns wichtig, möglichst oft außerschulische Lernorte (s. Punkt 8: Öffnung von Schule) wie z.B. die Zooschule, die Grüne Schule oder den nahegelegenen Wald auszusuchen. Wir hoffen darauf, dass Kinder, die heute mit allen Sinnen den Wert und die Schönheit von Natur und Umwelt erfahren, später bereit sind, sich für die Erhaltung und Schonung dieser Umwelt einzusetzen.

So ist es auch Tradition an unserer Schule, dass alljährlich an einem Tag zu Beginn der Frühlingszeit die Schülerinnen und Schüler des 1. und 2. Jahrgangs gemeinsam mit ihren Lehrerinnen die von den Eltern gespendeten Frühlingsblumen in die Beete und Pflanzenkübel auf unserem Schulgelände einpflanzen. Im Herbst bepflanzen die Kinder des 3. und 4. Jahrgangs die Blumenkübel. Bei diesem sog. Frühlingspflanzen bzw. Herbstpflanzen lernen die Kinder die verschiedenen Blumenarten kennen, sie zu benennen und zu beschreiben. Des Weiteren haben sie täglich die Möglichkeit, die weitere Entwicklung der Pflanzen zu beobachten. Durch das Beisteuern der eigenen Pflanzen und deren selbständiges Einsetzen kann die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit dem Lebensraum Schule gestärkt werden. Zudem wird der Schulhof durch die vielfältige Farbenpracht der unterschiedlichen Arten, wie z. B. Tulpen, Narzissen, Krokusse, Primeln, Astern usw. verschönert und der Betrachter wird auf die neue Jahreszeit eingestimmt.   

 

4. Aktivitäten und Veranstaltungen

Neben dem Kern des schulischen Lebens – dem Unterricht – finden im Laufe des Schuljahres auch verschiedene Feste, Feiern und Veranstaltungen statt, die unserer Schule ein eigenes Gesicht verleihen:

 

Vor Schulbeginn

  • Informationsabend für die Eltern der 4-jährigen Kinder (Schulleitung)
  • Hospitation der kommenden Klassenlehrer im Kindergarten
  • Informationsabend für die Eltern der Schulanfänger (Schulleitung und Lehrer der kommenden Erstklässler)
  • Hospitation der Kindergartenkinder im 1. Jahrgang
  • Schnupperstunde für die Schulanfänger (Klassenlehrer der kommenden Erst-klässler)

 

  1. Schuljahr
  • Einschulungsgottesdienst und Einschulungsfeier mit Informationsmöglichkeiten und Bewirtung durch den Förderverein (2. Schultag)
  • Fotograf (Herr Vobker/Ruhrnachrichten)
  • Schulanfängerkonferenz mit den Erzieherinnen (um die Herbstferien)
  • Klassenpflegschaftssitzung mit der Musikschule – Informationen über die Instrumentenwahl
  • Verkehrspuppenbühne
  • vor den Osterferien: Instrumentenwahl JeKits
  • Hospitation der Kindergartenkinder und der Erzieherinnen

 

weitere Möglichkeiten:

  • Zooschule
  • Musikschultag im Park (Auftritt der JeKits-Kinder)
  • Ökopädagogisches Wildnistraining im Bodelschwingher Wald

 

  1. Schuljahr
  • Buchstabierwettbewerb (zwischen Ostern und den Sommerferien)
  • Sozialkompetenztraining durch die Beratungsstelle Bodelschwingh
  • Radfahrtraining auf dem Schulhof (ADFC)
  • Besuch der Feuerwache in Bodelschwingh
  • Vorbereitung der Einschulungsfeier

 

weitere Möglichkeiten:

  • Grüne Schule
  • Besuch der Bücherei
  • Besuch eines Wochenmarktes (Mengede)

 

  1. Schuljahr
  • Programmgestaltung der Einschulungsfeier
  • Patenschaft für die Schulanfänger
  • VERA (im Mai)
  • Theaterprojekt Mein Körper gehört mir
  • Fahrradtraining Fredenbaumpark

 

weitere Möglichkeiten:

  • Bäckerei Feldkamp
  • Ausflug auf ein Kartoffelfeld
  • Schulmuseum Marten
  • Grüne Schule
  • Schulkino

 

  1. Schuljahr
  • Turnhalle schmücken für die Einschulungsfeier
  • Informationsabend für den Übergang zu den weiterführenden Schulen im 1. Halbjahr
  • Radfahrtraining und –prüfung
  • Busschule
  • Besuch der Feuerwache Bodelschwingh
  • Fotograf
  • Beratungsgespräche Sek I (Dezember/Januar)
  • Hospitation der kommenden Klassenlehrer im Kindergarten
  • Materialliste für die Schulanfänger erstellen und Teilnahme an der Infoveranstaltung für Eltern der Schulanfänger (sofern eine 1. Klasse übernommen wird)
  • Durchführung einer Schnupperstunde für die Schulanfänger (nach der Klassenbildung des 1. Jahrgangs)
  • Entlassungsgottesdienst

 

weitere Möglichkeiten:

  • Besuch im Opernhaus
  • Orchestermusiker in der Schule
  • Schule im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte (Dortmund im Mittelalter)
  • Klassenfahrt
  • Fahrradstafette
  • Lesewettbewerb in der Bücherei in Mengede
  • Zeitungsprojekt (z.B. Zeuskids, Schulticker)
  • Aktion: Schenk mir ein Buch
  • Wasserwerk Schwerte (DEW)
  • Schulkino
  • DFB Mobil

 

alle Jahrgänge

  • Lichterfest (Förderverein)
  • Adventssingen
  • Nikolausfeier für die 1./2. bzw. 3./4. Schuljahre (Organisation durch den Förderverein)
  • Weihnachtsgottesdienst
  • Karnevalsfeiern in den Klassen (Freitag vor Rosenmontag)
  • Frühlings-/Herbstpflanzen
  • Spiel- und Sportfest
  • Frühjahrskonzert der JeKits-Kinder vor den Oster- oder Sommerferien
  • Zahngesundheit
  • Aktion zum bundesweiten Tag des Vorlesens

 

weitere Möglichkeiten:

  • Maifest (Förderverein)
  • Trödelmarkt (Förderverein)
  • Zusammenarbeit mit der Bücherei in Mengede
  • Weihnachtsfeiern in den Klassen
  • Plätzchen backen zur Weihnachtszeit
  • Theaterbesuch
  • Schwimmwettkampf
  • Staffellauf (Förderverein)

 

Schulprojekte und –ausflüge

  • gemeinsamer Schulausflug (z.B. Ketteler Hof)
  • Projektwoche
  • Zirkusprojekt
  • Imker
  • Trommelzauber

 

halbjährlich

  • Besprechung der Schulordnung in den Klassen
  • Klassenpflegschaftssitzung

 

Ende des Schuljahres

  • Weitergabe und Prüfung der Materialkisten

 

 

Ausblick auf das Schuljahr 2016/17

  • Projekttage zum Wald

 

4.1 Schulleben-Klassenfeste

Jede Klasse feiert im Laufe des Schuljahres ihre ganz individuellen Klassenfeste. Diese werden gemeinsam mit Kindern, Eltern und Lehrern geplant und vorbereitet. Die Durchführung dieser Feste trägt zum positiven Miteinander bei.

Beispielsweise können ein Buchstabenfest, eine Märchenaufführung, ein Spiele-Nachmittag, eine Lesenacht u.a. durchführt werden.

 

4.2 Klassenfahrten

In der Regel fahren die Kinder während ihrer Grundschulzeit im 3. oder 4. Schuljahr für drei bis fünf Tage auf Kassenfahrt. Beliebte Ziele sind:

  • das Jugendwaldheim in Arnsberg-Obereimer (Sauerland)
  • Burg Bilstein in Lennestadt
  • Sportschule Hachen
  • Jugendfreizeitwerk Welper Hattingen

 

4.3 Projektwoche

Einmal im Jahr findet an der Schule in der Regel eine Projektwoche statt. In dieser Woche erarbeiten Kinder und Lehrerinnen intensiv ein Thema, z.B. zum Herbst, Frühling oder ähnliches. Das Projekt wird innerhalb der Klasse durchgeführt und ist fächerübergreifend angelegt. In einigen Klassen nehmen auch interessierte Eltern an den Aktivitäten teil. Am letzten Tag der Projektwoche ist die Schule geöffnet und die Klassen stellen Eltern, Geschwistern und Großeltern ihre Ergebnisse vor.

Schuljahr 2005/06: Lese-Projektwoche zu verschiedenen Büchern / Bilderbüchern

Schuljahr 2006/07: Wald-Projektwoche mit einem Förster

Schuljahr 2007/2008: Projektwoche zum Thema Mut tut gut – vertragen und nicht schlagen (Gewaltprävention), Zirkusprojekt

Schuljahr 2008/2009: Projektwoche zum Thema „Eine Reise um die Welt“

Schuljahr 2009/2010: Miniphänomenta

Schuljahr 2010/2011: Wald-Projektwoche mit einem Förster

Schuljahr 2011/2012: Zirkusprojekt

Schuljahr 2012/2013: Trommelzauber

Schuljahr 2013/2014: Skaterwoche

Schuljahr 2014/2015: Trommelzauber

Schuljahr 2015/2016: Zirkusprojekt

 

4.4 Informationen zu wiederkehrenden Projekten

4.4.1 Zirkusprojekt

Seit 2004 wird alle vier Jahre in der Bodelschwingh-Grundschule ein Zirkusprojekt durchgeführt. Jedes Kind der Schule trainiert eine Woche von Montag bis Freitag täglich zwischen 8.00 Uhr und 13.00 Uhr für jeweils zwei Stunden in jahrgangsgemischten Gruppen im Zirkuszelt und in der Turnhalle. Auch in den Klassenräumen werden in der ganzen Woche Vorbereitungen für die beiden Galavorstellungen am Samstag getroffen. Die Schülerinnen und Schüler basteln ihre Kostüme und bereiten Ansagen und Plakate vor. 

Zur Auswahl stehen verschiedene Bereiche, denen sich die Kinder entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten zuordnen können wie z.B. Clowns, Trapez, Vertikalseil, Seilspringen, Jonglieren, Bodenakrobatik, Orientalshow, Drahtseil, Taubendressur, Ziegendressur, Zauberer, Feuerspucken.

Am Samstag werden sich die Kinder einem großen Publikum präsentieren. An diesem Tag gibt es zwei Vorstellungen. Für das leibliche Wohl sorgen der Förderverein und die Schulpflegschaft, die das Projekt auch finanziell unterstützen. 

 

4.4.2 Trommelzauber

Im März 2013 besuchte uns der Trommelzauber erstmalig und nahm uns für einen Tag mit auf eine musikalische Phantasiereise nach Afrika. Unter Anleitung des Trommelzauberteams trommelten, sangen und tanzten Kinder und Lehrkräfte an einem Vormittag zu afrikanischen Trommelrhythmen und Liedern. Am Nachmittag fand dann ein stimmungsvolles Konzert statt, zu dem auch Eltern und Geschwister eingeladen waren mitzumachen.

Im Dezember 2014 ging es mit dem Trommelzauber dann auf eine einwöchige Reise ins afrikanische Tamborena. Alle Kinder waren als Trommler, Sänger und/oder Darsteller Teil der Weihnachtsgeschichte „Das Königskind“ und übten fleißig für die Aufführung am Ende der Woche, die neben der mitreißenden Trommelrhythmen auch durch die selbst gebastelten Kostüme und bemalten Leinwände bestach und alle Anwesenden begeisterte.

 

5. Medienerziehung

Lernen mit Medien gehört zum Unterrichtsalltag der Bodelschwingh-Grundschule. Dabei gehen traditionelle alte Medien (Buch, Tafel, Arbeitsblatt, CD- Kassettengerät, Overheadprojektor etc.) Hand in Hand mit den neuen Medien (Computer, Internet und entsprechende Lernsoftware). Jede Klasse ist mit vier Computern und vier Laptops ausgestattet. Die fest installierten Computer verfügen über Internetzugang.

 

Die Vorteile des Einsatzes „neuer Medien“ in der Schule sind vielfältig:

  • Lernen mit Medien motiviert
  • der Einsatz neuer Medien kann den bisherigen Unterricht sehr bereichern
  • offene Unterrichtsformen (Stationenlernen, Freiarbeit, Wochenplanarbeit …) werden durch Medien begünstigt
  • die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler wird gesteigert
  • der sichere Umgang mit neuen Medien wird zu einem normalen Bestandteil des Lernalltages des Kindes
  • in einer Zeit der Medienüberflutung und von Medien geprägten Welt, lernen die Kinder, Medien für sich und ihre Interessen zu nutzen und Medieninhalte kritisch zu hinterfragen

 

Eine für jede Lehrerin zugängliche Übersicht über die vorhandene Software hängt im Kopierraum aus.

 

5.1 Medienkonzept

5.1.1. Neue Medien - Medienkompetenz

Der Begriff Medienkompetenz bezeichnet die „Fähigkeit, in die Welt in aktiv aneignender Weise auch alle Arten von Medien für die Kommunikations- und Handlungsrepertoire von Menschen einzusetzen“. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Hilfe der neuen Medien nicht nur in der Lage sein, Informationen aus dem Internet zu beschaffen, sondern folgende Kompetenzen zu entwickeln:

 

 

                        Bedienen und Anwenden

 

 

                        Informieren und Recherchieren

 

 

                        Kommunizieren und Kooperieren

 

 

                        Produzieren und Präsentieren

 

 

                        Analysieren und Reflektieren

 

5.1.2. Technische Ausstattung an der Schule

Lernen mit Medien wird in den Unterrichtsalltag der Bodelschwingh-Grundschule integriert. Dabei gehen traditionelle alte Medien (Buch, Tafel, Arbeitsblatt, CD- und Kassettengerät, Overheadprojektor etc.) Hand in Hand mit den neuen Medien (Computer, Internet und entsprechende Lernsoftware). Jeder Klassenraum ist mit vier Computern und jeweils einem Drucker ausgestattet, die über Internetzugang verfügen. Auf den Computern sind die Lernsoftware „Lernwerkstatt 8“ und „Antolin“ installiert. Zudem haben die Kinder Zugriff auf die Suchmaschinen „Blindekuh“ und „fragFinn“.

 

5.1.3. Einsatz neuer Medien im Unterricht

Die neuen Medien werden an der Bodelschwingh-Grundschule individuell eingesetzt. Das Arbeiten an den Computern in den Klassenräumen kann sowohl in offenen Lernsituationen und Unterrichtsformen, wie z.B. Freiarbeit, Stationenlernen, Wochenplan als auch im Förderunterricht erfolgen. Die Kinder recherchieren mithilfe der installierten Suchmaschinen „Blindekuh“ und „fragFinn“ Sachinformationen im Internet. Die Arbeit mit Lernsoftware stellt neben der Internetrecherche den häufigsten Einsatz dar. Mit dem Programm „Lernwerkstatt 8“ können die Kinder in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachunterricht Aufgaben bearbeiten. Sie erhalten sofortige Rückmeldung und können Aufgaben wiederholen oder korrigieren. Ebenfalls wird das logische Denken, die Wahrnehmung und Konzentration mit Hilfe der Lernwerkstatt gefördert. Das Programm „Antolin“ dient der Leseförderung und kann zudem selbstständig  zu Hause weitergeführt werden. Unterschiedliche Sozialformen wie Einzel-, Partner- oder Kleingruppenarbeit werden mit der Medienarbeit gefördert und tragen damit zur Öffnung des Unterrichts bei.

Zudem verfügt die Schule über einen mobilen Fernsehwagen, der es ermöglicht, unterrichtsbezogenen Filmsequenzen zu zeigen.

 

5.2 Schulhomepage

Seit dem Schuljahr 2012/13 verfügt die Bodelschwingh-Grundschule über eine Homepage. Sie ist in Zusammenarbeit mit der Schulpflegschaft entstanden.

Die Adresse lautet: http://bodelschwingh-gs.de/

 

6. Fortbildung

Gemäß den Schwerpunkten unserer Schule werden von den Kolleginnen Fortbildungsangebote wahrgenommen. Dies geschieht in Tagesseminaren, mehrwöchigen Angeboten und Veranstaltungen, die sich über ein ganzes Schuljahr erstrecken.

Kenntnisse und Erfahrungen aus den Fortbildungen werden im Kollegium weitergegeben, damit in allen Klassen diese Schwerpunkte im Schulalltag realisiert werden können.

 

7. Unterrichtsformen

Das Lernen und Leben in der Schule ist nicht auf die Rahmenbedingungen der einzelnen Institution beschränkt. Stattdessen bietet der Schulalltag eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich inhaltlich, methodisch und zu Personen / Einrichtungen zu öffnen. Dadurch wird Lernen anregender, vielschichtiger und differenzierter.

Die inhaltliche Öffnung meint ein fächerübergreifendes, handlungsorientiertes Lernen. Neue Themen und Aspekte, die sich aus der Klassensituation, den Erfahrungen einzelner Kinder, sozialer und politischer Ereignisse ergeben, fließen in den Unterrichtsalltag ein. Ebenso neue bildungspolitische Anregungen und Erkenntnisse.

Im Rahmen der methodischen Öffnung wird an unserer Schule das selbständige, eigenverantwortliche und schülerorientierte Lernen mittels Freiarbeit, Tages- und Wochenplänen, Lernen an Stationen, Lernwerkstätten, Themenkisten etc. gefördert. Die Schüler werden durch die verschiedenen Darreichungsformen über unterschiedliche Lernkanäle angesprochen, so dass den unterschiedlichen Lerntypen Rechnung getragen wird.

 

7.1 Werkstattarbeit

Unter Werkstattarbeit ist im Allgemeinen eine entsprechend gestaltete Lernumgebung zu verstehen, die ein breitgefächertes Angebot von Lernsituationen und Lernmaterialien zur Verfügung stellt, die zur aktiven und selbstständigen Auseinandersetzung mit einem Thema in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit anregt. Hierbei steht das Lernen im Mittelpunkt  und fokussiert die besonderen, durch konkretes Tun, Machen und Handeln geförderten Lernprozesse, wobei häufig fächerübergreifend gearbeitet wird. Die Aufgabenangebote werden räumlich und inhaltlich gegliedert, d. h. im Klassenraum verteilt. Darüber hinaus werden verschiedene Arbeitsplätze mit wenigen verpflichtenden und vielen freiwilligen Lernangeboten eingerichtet.

Eine Differenzierung ist schon durch die Werkstattarbeit selbst gegeben, da die Kinder die Aufgabenfolge, die Wahl der Sozialform, den Arbeitsort und das Lerntempo selbst bestimmen können. Außerdem können die Kinder eigene Interessen und Fragestellungen einbringen und sind so an der Gestaltung und Planung der Werkstatt beteiligt. Eine Besonderheit für das Werkstattlernen hat Reichen entwickelt, der Kinder als  Aufgabenexperten vorschlägt. Hierbei übernimmt jedes Kind für ein Angebot die Verantwortung, eignet sich Expertenwissen an,  kann anderen Schülerinnen und Schülern Hilfe geben und kann gerade in Reflexionsphasen dieses Wissen aktiv einbringen. Diese Kompetenzdelegation ist das organisatorische Kernstück des Werkstattunterrichts, wobei das Experten-Kind auch die Ergebnisse der anderen Kinder entgegennimmt und sie gegebenenfalls korrigiert. Auf diesem Weg werden die Selbstständigkeit und das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt und gefördert.

An der Bodelschwingh- GS werden viele Unterrichtsthemen im Sachunterricht in Form der Werkstattarbeit aufgearbeitet, wobei das Prinzip von Reichen Berücksichtigung findet, so dass jedes Kind ein Angebot als Experte betreut. Auf diesem  Weg haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich handlungsorientiert, in Eigenaktivität und selbstständig mit Themen wie beispielsweise „Indianer“, „Steinzeit“, „Sterne und Planeten“, „Mein Körper“, „Frühling“, „Europa“, „Ritter“ auseinanderzusetzen. Darüber hinaus können die Kinder so eigene Interessen, eigenes Wissen und Fragen einbringen und sind somit an der Planung und Durchführung der Unterrichtsvorhaben beteiligt. Zur übersichtlichen Organisation der Werkstattarbeit sind die Materialien frei zugänglich auf Tischen und Regalen ausgelegt und durch Zahlen gekennzeichnet. Ein Werkstattpass erleichtert den Kindern die Organisation der eigenen Arbeit. Sie können dort selbst durch Selbstkontrolle mit Hilfe bereitgestellter Lösungsblätter, durch den Experten oder die Lehrkraft erledigte Arbeiten abhaken lassen, so dass sie sich selbstständig und eigenaktiv Unterrichtsthemen erarbeiten können.

 

7.2 Stationenlernen

Die Schülerinnen und Schüler werden mit dem Stationenlernen bei den unterschiedlichsten Themen zur Erarbeitung vielfacher Zugänge und zur Vertiefung vertraut gemacht. Durch selbstbestimmte Auswahl der Stationen mit den dort angebotenen Übungen können die Kinder ihre Möglichkeiten erproben, sich so selbst bestätigen und sich in ihren Leistungsmöglichkeiten immer wieder neu erfahren. Ihnen werden Arbeitstechniken und Arbeitsformen vermittelt, die sie befähigen, individuelle Arbeits- und Lernstrategien zu entwickeln. Alle Schülerinnen und Schüler sind gleichermaßen aktiv und ein unmittelbares Erfolgserlebnis ist möglich, da die Leistungssicherung durch Selbst- und Partnerkontrolle erfolgt. Die Lehrerinnen haben hierbei ausgezeichnete Beobachtungsmöglichkeiten und können die Kinder individuell betreuen.

 

7.3 Wochenplanarbeit

Die Wochenplanarbeit ist eine Methode zur Öffnung des Unterrichts. Sie stellt eine Alternative zum Frontalunterricht dar, ohne dem Lehrer jedoch die Kontrolle völlig aus der Hand zu nehmen. Die Schüler erhalten zu Beginn eines bestimmten Zeitraumes (z.B. eine Woche) einen Plan, auf welchem Aufgaben aus den verschiedenen Fächern mit ihren Lerninhalten aufgelistet sind und in verschiedenen Leistungsstufen differenziert werden kann. In den dafür vorgesehenen Unterrichtsstunden besteht die Möglichkeit, den Wochenplan in unterschiedlichen Sozialformen wie Einzel -, Partner- oder Gruppenarbeit zu bearbeiten. Die Wochenplanarbeit kann mit der Freiarbeit kombiniert werden und ist ein wesentlicher Bestandteil des Offenen Unterrichts. Die Hilfe des Lehrers soll nur dann in Anspruch genommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Auch bei der Korrektur der erledigten Aufgaben steht die Selbstkontrolle des Schülers im Vordergrund. Anhand der Wochenplanarbeit sollen sowohl die Selbstständigkeit als auch die sozialen Kompetenzen gefordert und gefördert werden.

 

7.4. Außerschulische Lernorte

Eine wichtige Aufgabe des Unterrichts ist die  Erschließung der  kindlichen Lebenswelt durch lebensweltbezogene Problemorientierung und zeichnet sich methodisch durch Selbsttätigkeit der Kinder, durch handelnden Umgang, durch spielerisches und entdeckendes Lernen und durch die Begegnung aus. Der Einbezug außerschulischer Lernorte, das heißt  Lernorte außerhalb des Schulgebäudes wie Umweltzentren, Schulbiologiezentren, Museen aber auch der nahegelegene Wald, die Wiese, der Bach, die Bäckerei, das Altenheim, der Bauernhof, der Wochenmarkt, die Mülldeponie, der Recyclinghof usw., ermöglicht den Lernenden Primärerfahrungen durch originale Begegnung zu sammeln, so dass sie Erfahrungen aus erster Hand machen können. Das ist gerade für den Sachunterricht von größter Bedeutung und aus diesem Grund findet an der Bodelschwingh-GS das Lernen an außerschulischen Lernorten in diesem Rahmen besondere Berücksichtigung. Das Aufsuchen außerschulischer Lernorte bringt eine höhere Lernmotivation mit sich und zieht ein nachhaltigeres Behalten der gemachten Erfahrungen und Eindrücke nach sich. Viele Unterrichtthemen  im Sachunterricht bieten sich an, um mit den Kindern ein Museum, ein Schulbiologiezentrum aufzusuchen oder Experten zu befragen. Zum Thema „Sterne und Planeten“ ist beispielsweise an der Bodelschwingh-GS  der Besuch des Planetariums in Bochum vorgesehen, das Thema „Wasser“ wird durch den Besuch der Wasseraufbereitungsanlage in Schwerte durch Erfahrungen abgerundet, Themen zur Erforschung der Natur können im AGARD-Haus im Westfalenpark oder in der Grünen Schule im Rombergpark vertieft werden und darüber hinaus bieten Dortmunder Museen viele Aktivitäten und Aktionen an, die direkt auf Schulkinder zugeschnitten sind und schulischen Zwecken entgegenkommen. Aber auch der nahegelegene Wald direkt an der Schule bietet viele Möglichkeiten, damit die Kinder die Natur durch einen Unterrichtsgang erleben und in diesem Zusammenhang mit allen Sinnen lernen können. So bieten außerschulische Lernorte den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, exemplarisch und praktisch zu lernen. Es bleibt nicht bei der bloßen Beobachtung und Wahrnehmung von Phänomenen, sondern es wird vielmehr die Möglichkeit geboten, Situationen vor Ort zu erleben und aktiv zu werden, beispielsweise die Natur direkt zu erleben, fachspezifische Arbeitsweisen einzuüben (z.B. Mikroskopieren an Binokularen) oder aber die komplexen Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren zu erfassen.

Im Folgenden werden Örtlichkeiten aufgeführt, die sich in den vergangenen Jahren als unterrichtsrelevant und interessant herausgestellt haben.

 

7.4.1 Lernorte, die zu Fuß zu erreichen sind

  • Historische Fachwerkhäuser, z.T. mit Inschriften (im Stadtteil Bodelschwingh)
  • Kinderbusch mit Quelle und Teich
  • Kleingartenanlagen (Wachteloh und Gebiet zwischen Autobahn und Schule)
  • Schloss Bodelschwingh (Wasserschloss)
  • Schlosskirche
  • Schloss Westhusen (mit Westerfilder Wald und Ententeich)
  • Schweriner Halde mit Sonnenuhr
  • (ehemalige) Zeche Westhausen mit Maschinenhalle (kleines Museum der Bergbausenioren) und Malokoffturm

 

7.4.2 Lernorte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Bus der Zoo- bzw. Grünen Schule zu erreichen sind

  • Adlerturm – Ausstellung zur mittelalterlichen Stadtgeschichte

Ostwall 51a, 44135 Dortmund

0231/50-26031

  • Alte Kokerei (Dortmund – Huckarde), Kinderführung möglich
  • DASA - Deutsche Arbeitsschutzausstellung

Friedrich Henkel Weg 1-25, 44149 Dortmund

0231/9071-2479

  • Eislaufhalle Wischlingen

Höfkerstraße 12, 44149 Dortmund

0231/917071-0

  • Grüne Schule – Schulbiologisches Zentrum (Rombergpark)

Am Rombergpark 35, 44225 Dortmund

0231/ 50-28574

  • Kinder- und Jugendtheater Sckellstraße

Sckellstr. 5-7, 44141 Dortmund

            0231/50-22416

  • KLETTERHALLE Zeche Hansa

Emscherallee 33, 44369 Dortmund

0231/1356635

  • Lehrbienenstand im Rombergpark

0231/50-28574

  • Museum Ostwall

Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund

0231/50-23248

  • Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund

Hansastraße 3, 44137 Dortmund

0231/50-25522

  • Museum für Naturkunde

Münsterstr. 271, 44145 Dortmund

0231/50-24856

  • Musikschule

Steinstr. 35, 44147 Dortmund

0231/50-23250

  • Musikschule Klaus Neuhaus

Schragmüllerstr. 55, 44357 Dortmund

0231/3968788

  • Regenbogenhaus im Westfalenpark

An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund

0231/50-26138

  • Revierpark Wischlingen

Höfkerstraße 12, 44149 Dortmund

0231/917071-0

  • Schule im Opernhaus

Kuhstr. 12, 44137 Dortmund

0231/5022423

  • Schulmuseum (Dortmund – Marten)

An der Wasserburg 1, 44379 Dortmund

0231/613095

  • Stadtbibliothek Mengede

Rigwinstraße 32, 44359 Dortmund

0231/3339318

  • Westfälisches Industriemuseum Zeche Zollern II/IV

Grubenweg 5, 44388 Dortmund – Bövinghausen

0231/6961-111

  • Westfalenpark (u.a. mit Kochbuchmuseum (0231/50-25741), Florianturm, Robinsonspielplatz ....)

An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund

0231/50-26100

  • Zoo

Mergelteichstraße 80, 44225 Dortmund

0231/50-28593

  • Zooschule im Tierpark

Mergelteichstraße 80, 44225 Dortmund

            0231/5028628

 

7.4.3 Lernorte, die mit Reisebussen erreicht werden können und bereits besucht wurden

  • Allwetterzoo

Sentruper Str. 315, 48161 Münster

0251/8904-0

  • Bergbaumuseum

Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum

0234/58770

  • Berglehrpfad „Muttenthal“

Nachtigallstr. 27-31, 58452 Witten,

Infos über Stadtverwaltung Witten:

02302/581-491 (Referat für Öffentlichkeitsarbeit)

  • Freilichtbühne Werne von 1959 e.V.

Südring 2, 59368 Werne

02389/532696

  • Freilichtmuseum / Landesmuseum für Handwerk und Technik

Mäcklingerbach, 58091 Hagen

02331/7807-0

  • Freilichtmuseum / Landesmuseum für Volkskunde

Krummes Haus, 32760 Detmold

05231/706-0

  • Maximilianpark Hamm GmbH (mit Schmetterlinghaus)

Alter Grenzweg 2, 59071 Hamm

02381/98210-0

  • Planetarium der Sternwarte Bochum

Castroper Straße 67, 44791 Bochum

0234/51606-0

  • Westfälische Volkssternwarte und Planetarium Recklinghausen

Stadtgarten 6, 45657 Recklinghausen

02361/23134

 

8. Zusammenarbeit im Jahrgang

Der kollegiale Austausch und die intensive Zusammenarbeit im Jahrgang ermöglichen es, dass die Unterrichtsqualität ständig verbessert  werden kann.

Der Unterrichtsplan für einen größeren Zeitraum wird gemeinsam erstellt. In wöchentlichen Treffen werden Teilziele, Unterrichtsmaterial und Lernkontrollen

innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens abgesprochen.

Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, dass bei Erkrankung einer Lehrkraft eine kontinuierliche Weiterführung des Unterrichts durch die Vertretungskraft gewährleistet ist. Die Ergebnisse der Leistungskontrollen werden ausgetauscht und fließen in die gemeinsame Planung der folgenden Unterrichtseinheit ein.

Leistungsstarke Kinder und Schüler mit Teilleistungsstörungen können durch die erweiterte Bezugsgruppe schneller erkannt und gezielt auch im klassenübergreifenden Förderunterricht unterstützt werden.

Auch die außerschulischen Aktivitäten wie Theaterbesuche, Unterrichtsgänge oder Klassenfahrten werden gemeinsam unternommen. Die Kinder erweitern somit über den eigenen Klassenverband hinaus ihre Bezugsgruppe, was  freundschaftliche Sozialbeziehungen zwischen den Klassen eines Jahrgangs fördert. Gemeinsame Aktivitäten verringern konfliktbeladene Abgrenzungen der Klassen untereinander und schaffen somit ein entspanntes Sozialklima während der Pausen auf dem Schulhof. Letztlich prägt auch das Vorbild einer guten Zusammenarbeit der Lehrkräfte bei den Schülern die Bereitschaft und Fähigkeit, kooperativ in Kleingruppen zu arbeiten.

 

9. Vertretungskonzept

Aus unterschiedlichen Gründen kann es sowohl kurz- als auch langfristig zu Abwesenheit von Lehrkräften kommen. Grundsätzlich soll dabei ein Unterrichtsausfall vermieden werden. Bei unvorhergesehenen Vertretungsfällen werden die Kinder mindestens am ersten Tag dem Stundenplan entsprechend versorgt. Dazu können Doppelbesetzungen aufgelöst und in der entsprechenden Klasse eingesetzt, Klassen zusammengelegt oder eine Klasse aufgeteilt werden. Für den Fall einer Aufteilung befindet sich die Information darüber, in welche Klasse das Kind geht zum einen auf einer im Klassenraum aushängenden Liste und zum anderen auf einem Etikett auf der Postmappe oder dem Hausaufgabenheft. Trotz dieser Maßnahmen kann es z.B. durch die gleichzeitige Erkrankung mehrerer Lehrkräfte zu Unterrichtskürzungen führen. Eltern erhalten Informationen über Änderungen des Stundenplans durch entsprechende Elternbriefe in der Postmappe oder Mitteilungen im Hausaufgabenheft.

Bei langfristigen Abwesenheiten bemüht sich die Schulleitung beim Schulamt um eine Lehrperson aus dem Vertretungspool oder weist Mehrarbeit einiger Kollegen an.

Diese Vertretungsmaßnahmen müssen jedoch flexibel gehandhabt und der jeweiligen Situation angepasst werden können.